Zum Josephstag

Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren, GL 455

Wort, das in die Welt gekommen
durch des Geistes Kraft und Tat,
Dich hat Joseph aufgenommen
väterlich nach Gottes Rat,
sah auf Deine ersten Schritte,
lehrte Lobpreis Dich und Bitte,
lehrte Handwerk Dich und Fleiß
väterlich zu Gottes Preis.

Joseph hört auf Gottes Worte,
bringt in jener Schreckenszeit
aus gewohntem Heimatorte
Frau und Kind in Sicherheit,
hütet aller Welten Hüter,
nährt den Geber aller Güter,
dient dem jungen Gottesknecht
treu und liebend und gerecht.

Joseph, bitt, daß Gottes Segen
auch auf unsrer Arbeit ruht.
Hilf, daß wir für Den uns regen,
Der die Wahrheit ist und tut.
Zeig uns, wie wir in Gefahren
Ruhe und Vertrauen wahren.
Du hast Gottes Sohn bewacht –
Steh uns bei in Not und Nacht.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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3 Antworten zu Zum Josephstag

  1. akinom schreibt:

    Ich habe bei heute Morgen bei der heiligen Messe in unserer Pfarrkirche auf den Josephsaltar geblickt und mir gewünscht, wie er in Gegenwart von Jesus und Maria sterben zu dürfen. Mit diesem Gedanken möchte ich den inhaltsreichen Beitrag ergänzen. Der heilige Josef, von dem kein einziges Wort überliefert ist, hat uns sehr viel zu sagen. Ich selber habe ihn sehr spät zu einem meiner Lieblingsheiligen gemacht.

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  2. Bettina Klix schreibt:

    Liebe Claudia,
    vielen Dank für diese schöne Preisung des Heiligen! Da wird es Dich sicher auch sehr freuen, dass als Leihgabe bei uns in St. Marien(Berlin-Wilmersdorf) eine Josefsfigur heute willkommen geheißen wird.(Womöglich durftest Du schon als Insiderin einen Blick darauf erhaschen?)
    Ich kann mich Akinom nur anschließen: auch ich habe den heiligen Josef spät „entdeckt“, durch Ernest Hellos „Heiligengestalten“, ein Buch, das ich in diesen Tagen ohnehin allen empfehle, es beginnt: „Unsere Tage gehen dahin in Kampf, Unruhe, Getümmel.Darum ist es gut, gerade jetzt die Blicke zu lenken auf friedfertige Menschen. Denn solche Menschen hat es gegeben…“
    Jedenfalls danke ich Dir auch deshalb von Herzen für die Beiträge der letzten Tage, die den Frieden im Blick haben!!

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  3. Claudia Sperlich schreibt:

    Liebe akinom, liebe Bettina – auch ich habe Josef erst recht spät für mich entdeckt. Vielleicht, weil ich so eine Plaudertasche bin.
    Ich war heute – wie meistens Samstags – aus Zeitgründen woanders in der Kirche und konnte die feierliche Einführung nicht sehen, aber ich freue mich, demnächst die Josefsstatue zu sehen!

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