Verklärung des Herrn

Taborlicht

Moses

Vor Jesus lebt, der in der Wüste starb,
der mit dem Vater sprach und von Ihm strahlte.
Nun spricht er mit dem Sohn, ist auferstanden
vor dem, der auferstehen wird für alle.

Elias

Vor Jesus steht, der zu Ihm war entrückt,
lang eh Er kam vom Vater auf die Erde.
Der einst den Sohn der Witwe auferweckte,
spricht mit dem Sohn, der sterben wird und leben.

Petrus

Auf Jesus schaut er und sieht bei Ihm stehen
Gesetz und Lehre, Treue und Erfüllung.
Voll Hoffnung auf die Zeitenfülle spricht er:
„Hier ist es gut, hier lass uns Hütten bauen.“

Jakobus

Er sieht den Herrn und Moses und Elias,
die Ihm zur Seite stehn, und schweigt voll Demut.
Viel lieber will er tun nach Jesu Worten,
als über Seine Göttlichkeit zu sprechen.

Johannes

Er sieht das Licht und denkt an jenen Tag,
da jener Wüstenmann den Meister taufte.
Er sieht den Herrn der Ernte. Sukkot naht,
Das Erntefest, das sich hier vorbereitet.

Jesus

Im Licht des Vaters steht das Licht der Welt.
Dem Alten Bund erklärt sich nun der Neue,
der Alte Bund erkennt den Sohn des Vaters.
Das Licht bescheint schon Tod und Auferstehung.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Verklärung des Herrn

  1. Gerd schreibt:

    Ach, die Verklärung des Herrn. Unser Pfarrer wusste am heutigen Sonntag in seiner Predigt davon zu berichten, dass Jesus mit seinen Jüngern wohl eine kleine Urlaubsreise in die Berge unternommen hatte. (Passt ja so schön in die Ferienzeit) Und ja sie waren so erschöpft und sehnten sich nach Licht, Entspannung und Hütten(gaudi). Und im Höhenrausch der Gefühle sieht man schon mal Dinge die es nicht zu erklären gibt. Wer kann davon nicht berichten? (vielleicht alle Urlauber die nicht in die Berge fahren?) Was also will uns Matthäus mit seiner „Geschichte“ erzählen? Wir wurden in Ungewissheit entlassen. Geht hin in Frieden und bleibt so dumm wie ihr hergekommen seid. Amen!

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  2. Gerd schreibt:

    Die oben aufgeführte Predigt wurde gehalten nach dieser Lesung aus einem Brief des Augenzeugen Petrus:
    „Brüder! Wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe.“

    Ist das nicht schon fast pervers?

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    • Claudia Sperlich schreibt:

      Das ist fürwahr gruselig. Wenn Du magst, richte dem Herrn Pfarrer beste Grüße aus von einer, die keinen ausgedachten Geschichten mehr folgen muß, seit ihr das hier geschehen ist.

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      • Herr S. schreibt:

        Danke für den Bericht Ihres persönlichen Taborerlebnisses. Heute im durch Bibel.tv via domradio übertragenen Gottesdienst aus dem Kölner Dom riet Weihbischof Schwaderlapp genau dazu, solche einem gelegentlich und nur selten zuteil werdenden Taborerlebnisse sich ausführlich aufzuschreiben, damit man sich an sie auch später noch unverfälscht erinnern kann.
        Genau das haben Sie ja getan. Danke, dass Sie hier davon Zeugnis geben und uns daran teilhaben lassen.

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