Wenn Dichter sich einen freien Vormittag nehmen

… arbeiten sie am Ende doch, aber sie frühstücken dabei.

Urlaubstag

In ruhevollen, sonnenwarmen Stunden,
In stillem Viertel ohne Werktagshast,
Von keiner Not und Sorge angefasst,
Von keiner Pflicht zur Tätigkeit gebunden,

Am Tisch, auf den genau ein Frühstück passt,
Hab Urlaub und Erholung ich gefunden,
Und keine Angst dreht in mir ihre Runden,
Und unbedeutend ist die Lebenslast.

Auch dies schenkt Gott. In Ihm bin ich geborgen.
An diesem sommerlichen Samstagmorgen
Gewährt Er mir, genußvoll aufzuleben.

Ich danke Ihm, der diesen Tag bereitet,
Und der mein Tun und Ruhen treu begleitet.
Viel größre Freude wird Er einst mir geben.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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