Anlässlich zweier Gesetze

Ihr Hüter der Gesetze
Habt nun in wilder Hetze
Vernunft und Recht verkehrt,
Und wenn ich nun im Netze
Erbost darüber schwätze,
Wird mir wohl bald das Wort verwehrt.

Ihr Diener wollt wie Herren
Der Meinung Weg versperren
Wenn sie euch Sorgen macht.
Ihr werdet bald verklagen,
Die scharfe Worte wagen;
Ihr sagt der Freiheit gute Nacht:

„Die Bürger dieses Landes
Bedienen des Verstandes
Sich immer noch zu oft.
Begriffe neu zu füllen
Und Wahrheit zu verhüllen
Lenkt ihn in Bahnen unverhofft.“

Gut Nacht will ich auch sagen
Den hochbezahlten Plagen,
Die uns dies eingebrockt.
Wir sprechen uns noch wieder!
Ich leg den Stift nicht nieder,
Katholisch und – vor euch – verstockt.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Anlässlich zweier Gesetze

  1. Andreas Keller schreibt:

    Danke! Ich beneide Sie um Ihre geschliffene Wortgewalt!

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