Meine Namenspatronin

Meine Eltern hatten gewiß keine Heilige im Sinn, als sie mir meinen Namen gaben. Daß ich mich mit 22 Jahren für den Taufnamen Johanna, nach der kämpferischen Heiligen Jeanne d’Arc, entschied, geschah zum Teil aus einer Protesthaltung – und im Bewußtsein, daß ich den Beistand einer Kämpferin gut brauchen konnte. Aber trotz meiner Verehrung der Heiligen Jeanne habe ich meinen Rufnamen aus Gewohnheit beibehalten.

Die Heilige Claudia aus Amisium in Kleinasien, derer wir heute gedenken, war wie ich gegen den Willen ihrer Eltern Christin geworden. Anders als meine Eltern reagierten die ihren nicht nur knurrig und verständnislos, sondern denunzierten ihre Tochter, die um 300 gemeinsam mit anderen jungen Frauen der Christenverfolgung unter Diokletians Mitregenten Maximinian zum Opfer fiel.

Sie und ihre Gefährtinnen wurden zu Tode gefoltert, weil sie ihrem Glauben treu blieben. Dargestellt wird sie mit den Märtyrersymbolen Palmzweig und Schwert sowie einem Buch oder einer Schriftrolle für ihr Bekenntnis zur Heiligen Schrift. Auf dieser Darstellung hält sie in der erhobenen Rechten einen Rosenstrauß, der in der christlichen Ikonographie ein Hinweis auf die Jungfräulichkeit oder ein Christussymbol sein kann.

Heilige Claudia

Heilige Claudia, bitte für uns!

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Meine Namenspatronin

  1. meckiheidi schreibt:

    Was es doch für Zufälle gibt! Heute wurde mein viertes Enkelkind geboren. Die Eltern gaben ihm den Namen „Moritz“. Ich googelte nach seinem Namenspatron, und siehe da, es ist der Hl. Mauritius, der ebenfalls unter Diokletian und Maximian ermordet wurde. Und kurz, nachdem ich über ihn gelesen hatte, las ich deinen Post!
    Herzlichen Glückwunsch! Und heilige Claudia, heiliger Mauritius, bittet für den kleinen Moritz!

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