Mittwochsklub

Gestern, am Aschermittwoch, traf sich der Mittwochsklub zum ersten Mal.
Tobias und Suse Klein hatten diese Idee lange gewälzt. Der Kaplan der Gemeinde Herz Jesu in Tegel war ganz dafür, und es meldeten sich auch genügend Leute, um einen guten Anfang zu machen. Die Grundidee ist, beim gemeinsamen Kochen und Essen, Beten und Reden eine Graswurzelinitiative zu bilden, ein Netzwerk verschiedener Fähigkeiten, getragen vom katholischen Glauben, aber ohne Institutionalisierung und offen für Suchende.

Nach der abendlichen Messe trafen wir uns – die meisten mit Asche auf der Stirn – im Souterrain des Pfarrhauses. Dort gibt es einen Festsaal und eine Küche. Die Kleins hatten eingekauft, und wir schnippelten erst einmal Gemüse (denn passend zum Aschermittwoch sollte das Essen vegan sein; für die nicht ganz so Strengen gab es noch Käse zum Drüberstreuen) und deckten die Tafel. Für etwa zwanzig Menschen wurden Nudeln mit einer sehr wohlschmeckenden Gemüsesauce gekocht.

Von unter zwanzig bis über sechzig waren alle Altersgruppen vertreten, wobei – endlich einmal! – die Jugend in der Überzahl war. Der Kaplan sprach das Tischgebet, dann wurde das Essen verteilt, und jeder stellte sich mit wenigen Worten vor. Es wurde viel geredet, und es wurde kein Mal „todernst“. Am Schluß konnte man sich in eine Liste eintragen, in die man auch seine besonderen Fähigkeiten schrieb. Kochen, Website gestalten, Dichten, Mittelalter erklären… die originellste Fähigkeit ist aber unzweifelhaft: Weiß alles über Pinguine.

Wir wollen uns jeden ersten Mittwoch im Monat treffen; jedesmal wird gemeinsam gekocht, gegessen und aufgeräumt. Ich bin sehr gespannt, wie sich unser Mittwochsklub entwickelt.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Mittwochsklub

  1. Supersansa schreibt:

    Schön, dass es gut funktioniert hat – ich habe aus der Entfernung mitgefiebert.

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  2. Brettenbacher schreibt:

    würde „genialisch dösen“ auch gelten gelassen werden ?
    (verspätet aus „Passau“)

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