Thomas von Aquin

Glück und Segen zum Namenstag allen Thomassen, Toms und Thommys, die nach dem großen Aquinaten heißen. Und nicht nur weil morgen Sonntag ist, hier noch ein Hymnus des engelgleichen Gelehrten auf die Eucharistie.

Sacris solemniis

Heiliger Brauch, der mit Freuden verbunden sei,
Tief aus dem Herzen erklinge der Lobgesang,
Altes entweiche, und alles erneure sich:
Lieben, Singen und Gutes Tun.

Beim letzten Abendmahl – dessen gedenken wir –
Christus den Brüdern gab, wie unser Glaube sagt,
Brot ohne Sauerteig, Lamm nach den Weisungen,
Wie den Vätern geboten war.

Bildhaft das Lamm, und den Leib unsres Herren gab
Er nach dem Mahle den Jüngern mit eigner Hand,
Gänzlich für alle und ganz jedem einzelnen,
Wir bekennen es überall.

Er gab den Schwachen die Speise des Leibes hin,
Er gab den Becher des Blutes den Traurigen,
Und dabei sprach Er: Den Kelch, den Ich gebe euch,
Nehmt ihn, trinkt daraus alle nun.

Dies Sakrament hat Er eingesetzt, anvertraun
Will Er dem Priester alleine den Dienst daran,
Daß ers gebührlich empfange selbst
und es anderen spenden mag.

Engelsbrot wird nun gewandelt zu Menschenbrot;
Himmelsbrot setzt nun ein Ende den Vorbildern;
Wunderbar ist das: der arme und niedrige
Diener, der seinen Herrn verzehrt.

Dich, o dreieinige Gottheit, Dich bitten wir,
Daß Du auf uns, die Dich ehren, herniederschaust,
Auf Deinem Weg, den wir suchen, geleite uns
Bis zum Lichte, das Du bewohnst.

aus: Hymnarium. Lateinische Hymnen der Kirche neu übersetzt

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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