Dies Video ist in Frankreich verboten.

Es zeigt fröhliche Menschen mit Down-Syndrom, die einer besorgten Frau antworten.
Die Frau wird am Anfang zitiert:

Ich erwarte ein Baby. Ich habe festgestellt, daß er das Down-Syndrom hat. Ich habe Angst: Was für eine Art von Leben wird mein Kind haben?

Hier die Antworten auf Deutsch:

Liebe werdende Mama,
hab keine Angst.
Dein Kind wird viele Dinge tun können.
Es wird Dich umarmen können, es wird auf Dich zulaufen können, es wird sprechen können und Dir sagen, daß es Dich liebt.
Es wird in die Schule gehen können wie alle anderen. Es wird schreiben lernen, und es wird Dir schreiben, wenn es eines Tages weit weg ist. Denn tatsächlich wird es auch reisen können. Es wird seinem Vater helfen können, sein Fahrrad zu reparieren. Es wird arbeiten können und sein Geld verdienen. Und von seinem Lohn wird es Dich zum Essen einladen. Oder es wird eine Wohnung mieten und allein leben.
Manchmal wird es schwierig sein. Sehr schwierig. Fast unmöglich. Aber ist das nicht genau so bei allen Müttern?
Liebe werdende Mama, Dein Kind wird glücklich sein. Genau wie ich. Und auch Du wirst glücklich sein.
Stimmts, Mama?

Ein französisches Gericht hat am 10. November 2016 in zweiter Instanz ein Urteil bestätigt, dies Video dürfe im französischen Fernsehen nicht gezeigt werden. Begründung: Frauen, die abgetrieben haben, können durch dies Video in Gewissensnöte gebracht werden.

Kinder, aus denen man keine funktionierenden Muster-Citoyens machen kann, sind in Frankreich zum vorgeburtlichen Abschuss freigegeben. Haben sie liebende Eltern, lachen sie, freuen sie sich ihres Lebens, sind sie selbstbewußt und erstaunlich selbständig, ist das für die Grande Nation eine unerträgliche Schande, die niemand sehen soll.

Quelle hier und hier

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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6 Antworten zu Dies Video ist in Frankreich verboten.

  1. meckiheidi schreibt:

    Mir gefällt der Artikel, nicht diese Tatsache. Wollte ich nur anmerken.

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  2. mom schreibt:

    Bisschen seltsam, die Logik. Würden die vermuteten Nachteile nicht dadurch relativiert werden, dass das Video manche Frauen dazu ermutigen könnte, ihr Kind auszutragen?
    Die Argumentation mit den Gewissensnöten überzeugt mich nicht. Wenn eine so wenig hinter ihrer Entscheidung für eine Abtreibung steht, dass ein Video sie in „Gewissensnöte“ bringen kann, dann ist sie sowieso in Gewissensnöten, egal, ob sie das Video sieht oder nicht. Wer hingegen hinter der Entscheidung steht, kann sicherlich auch mit einem kurzen Werbevideo umgehen.

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  3. Sharela schreibt:

    Danke Claudia, für diesen Blogeintrag und das herzergreifende Video. Liebe Grüße!

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