Marsch für das Leben – nicht gegen irgendwas

In zwei Wochen werde ich wieder mit vielen anderen auf die Straße gehen, um für den Schutz menschlichen Lebens Stellung zu beziehen. Für das Leben der jüngsten Menschen, der Behinderten, der Alten und Uralten, der Depressiven, derer, die sich ungewollt fühlen und derer, die von anderen nicht gewollt werden.

Man kann sagen, und es wird auch wieder gesagt werden: Wir sind gegen Abtreibung, gegen Euthanasie (denn das Beseitigen von Menschen, die einem bestimmten Ideal nicht entsprechen, ist Euthanasie), gegen Sterbe“hilfe“, gegen Suizid, auch auf Verlangen.

Man kann auch – kürzer, umfassender und klarer – sagen: Wir sind für das Leben. Wir
gehen nicht, weil wir gegen alles Mögliche sind, sondern weil wir für das Leben sind, gleich wie eingeschränkt, wie unpassend und wie hilfsbedürftig es ist.

Leben ist kostbar. Menschenleben vernichten ist schlecht – nicht nur für das Opfer, sondern auch für jeden, der das tut oder in Auftrag gibt oder billigt. Ich habe zu dem Thema auf meinem alten und diesem Blog schon viel geschrieben, heute nur dies:

Eventuell können Gegner des Marsches für das Leben ja auch Argumente wahrnehmen und das Recht auf Meinungsäußerung auch anderen zugestehen.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Marsch für das Leben – nicht gegen irgendwas

  1. Gast schreibt:

    Mutig…Aber töten auf Verlangen (bei Krankheit ) sollte möglichsein..Denn das Leben kann eine Qual sein…Für ALLE Beteiligten….Was „geschrieben“ steht int. in diesem Zusammenhang NICHT….

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    • Claudia Sperlich schreibt:

      Das ist mir bekannt, ich hatte als Kind nach einem Unfall ein Jahr lang pausenlos Kopfschmerzen.
      Dennoch sehe ich neben dem Recht auf Leben auch eine Pflicht zum Leben. Es ist unzumutbar, einen Menschen zu töten, und daher muss es auch illegal bleiben, nach Suizidbeihilfe zu verlangen.
      Hingegen muss alles getan werden, Schmerzen und Ängste zu lindern.

      Das bedeutet selbstverständlich nicht, daß die Medizin alles tun muss, um ein Leben weiter auszudehnen, als es natürlicherweise geht. Ich bin mir mit den meisten, wenn nicht allen Lebensschützern einig, daß ein Am-Leben-Halten Todgeweihter unsinnig und grausam ist. Schmerzen lindern und eben nicht eine ganze Maschinerie einsetzen, wenn nach ärztlichem Ermessen der Sterbeprozess unumkehrbar ist!

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