Es naht ein Buch

… das eigentlich schon im Sommer erschienen sein sollte, aber wie es so zugeht bei Dichters, musste ich es aufschieben.
Ich hoffe nun sehr, daß ich es im Herbst (wieder bei tredition) auf den Markt bringen kann.

Zyklische Sonette heißt es, und als Appetithappen bekommen meine Leser das Vorwort…

Vor Ihnen liegen Sonette in acht Zyklen, die ersten beiden zu genau entgegengesetzten Themen – sieben Gaben des Heiligen Geistes versus sieben Todsünden, wobei ich hoffentlich keinen Zweifel lasse, was ich besser finde.
Dem kleinen Zyklus über das Sakrament der Versöhnung folgen fünf Sonettenkränze. Ein Sonettenkranz ist ein fünfzehnteiliger Zyklus: Vierzehn Sonette, von denen jedes mit dem letzten Vers des vorhergehenden beginnt und das vierzehnte mit dem Anfangsvers des ersten endet, so daß sie einen „Kranz“ bilden. Das am Ende stehende Meistersonett besteht aus den Anfangszeilen der vorhergehenden Sonette.

…und ein Sonett über eine mir sehr nötige, sehr fehlende Eigenschaft.

Fortitudo
Stärke

Du zeigst den Weg – gib Mut, den Weg zu gehen
Hoch überm Abgrund, eng und voll Gefahr.
Nimm mir die Angst, die oft mein Hemmnis war.
Lass mich zu meinem Taufversprechen stehen.

Sei Du in meinem Handeln offenbar.
Kein falscher Wind soll meinen Geist verdrehen.
Ich will bekennen Heilgen Geistes Wehen
Vor selbstbezogner weltgewandter Schar.

Vielleicht kommt auch zu mir die Zeit der Probe,
Wo Wort und Lied und Tat zu Deinem Lobe
Von Macht, Gewalt und Bosheit wird bedroht.

Und wenns so kommt, und ich muss mich entscheiden,
Muss Dich verleugnen oder für Dich leiden –
Dann hilf, daß ich Dir treu bin bis zum Tod.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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