Mariä Aufnahme in den Himmel

Weil gestern schon gefeiert wurde, sagte ich es bereits.
Weil man es nicht oft genug sagen kann, sage ich es heute noch einmal in anderen Worten:

Assumptio Mariæ

Sie ging hinüber, schlafend, ohne Mühe,
so federleicht, wie sie als Mädchen tanzte,
und kaum gestorben, ist sie schon lebendig
und fest umarmt von ihrem großen Sohn.
„Ich hab mich so nach Dir gesehnt, mein Junge.“
„Und ich hab mich gesehnt nach dir.“ Und beide
einander in den Armen haltend, lächeln,
die alte Mutter mädchenhaft verjüngt,
der Herr der Welt so zärtlich wie als Knabe.

Den Milchstern schuf Er, weiß mit goldnem Herzen,
macht daraus als Geschenk für Seine Mutter
die Sternenkrone, strahlend weiß und golden –
„Für dich!“ – setzt sie behutsam auf ihr Haupt.
Die Welt wird hell und warm von beider Lächeln,
dies Lächeln, das die Mutter Kirche teilt.

© Claudia Sperlich
aus: Lass mich bekennen Deine Mandelblüte

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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