Kräuterweihe

Weil die Schöpfung auf den Schöpfer deutet, und weil wir uns an Blumen und Kräutern nicht nur freuen dürfen, sondern sie auch nutzen können, und weil Duft und Heilkraft vieler Kräuter gerade im Hochsommer besonders stark sind – deshalb ist die Kräuterweihe zum Fest Mariä Himmelfahrt ein sinnvoller Brauch.

Die schönen Gebete und die nach Kräutern duftende Kirche heben diesen Festtag noch einmal besonders heraus.

Und nun duften sie in meinem Zimmer. Ich hätte einen Kräuterbuschen im Vorraum der Kirche haben können, aber wozu hat der Mensch einen Balkon? Ich nahm also vom Balkon Rosmarin, Basilikum, Minze, Oregano – und aus dem Hofgärtlein einen Zweig Lavendel.

Kräuterbuschen

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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11 Antworten zu Kräuterweihe

  1. C.Becker schreibt:

    Oh, das klingt ganz wunderbar. Kann mir den herrlichen Duft des Kräutersträußchens sehr gut vorstellen.
    Wünsche dir und Seve (hoffe, ich habe mich richtig an ihren Namen erinnert) eine gesegnete Woche.

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  2. Chris P. schreibt:

    Ganz allgemein zur Seite: Schöner Blog, habe ihn gerade über die Verlinkung im Facebook-Auftritt des „House of One“ entdeckt und stöbere jetzt ein wenig darin.

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    • Claudia Sperlich schreibt:

      Willkommen, Chris P., und Dank für das Lob!

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      • Chris P. schreibt:

        Danke für die herzliche Aufnahme! 🙂 Die Kräuterweihe war mir, wie viele Elemente des katholischen Volksglaubens, nicht bekannt, erinnert mich ein wenig an die Palmweihe. Haben die Kräuterbuschen den gleichen Stellenwert wie ein geweihter Palmzweig?

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        • Claudia Sperlich schreibt:

          Der geweihte Palmzweig – in unseren Breiten in der Regel ein geweihter Buchsbaumzweig – erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem – also an den König Christus. Der Aufnahme Mariens in den Himmel, daran erinnert ja der Kräuterbuschen, folgt bald die Krönung Mariens – es geht um die Himmelskönigin Maria.
          Damit hat die Ähnlichkeit aber auch schon ein Ende, denn Maria ist ja keine Göttin, sondern durch Gottes Gnade Himmelskönigin. Man kann also selbst beim höchsten Marienfest (und der Erinnerung daran) nicht von gleichem Stellenwert sprechen. Andererseits kann man natürlich von beiden Erinnerungszeichen sagen: Im Grunde erinnern sie an Ostern – ohne die Auferstehung wäre der Einzug in Jerusalem eine Randerscheinung in der Geschichte, und Maria wäre nicht in den Himmel aufgenommen. Und dann haben die beiden grünen, langsam vertrockenden und schließlich vor Aschermittwoch oder in der Osternacht verbrannten Erinnerungszeichen doch fast den gleichen Stellenwert.

          Auf der Gefühlsebene ist es noch mal anders. Ich würde nur sehr ungern auf die Palmzweige verzichten, d.h. sollte ich sie aus irgendwelchen Gründen mal ein Jahr lang nicht haben, käme mir die Wand etwas kahl vor. Der Kräuterbuschen ist für mich lange nicht von der gleichen Wichtigkeit, obwohl ich ihn sehr gern habe.

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        • Chris P. schreibt:

          Ah ja, interessante Ausführung dazu, danke. Verstehe ich das richtig, dass sowohl Palmzweige als auch Kräuterbuschen des Vorjahres dann später gemeinsam verbrannt werden?

          Nachdem ich seit der Kindheit nicht mehr viel damit zu tun hatte, entdecke ich gerade die Traditionen der katholischen Kirche für mich wieder, da sind Artikel wie diese sehr interessant für mich. Sie hätten nicht vielleicht einen Buchtipp, in dem es eine Art Gesamtüberblick gibt?

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        • Claudia Sperlich schreibt:

          Ja, so kenne und mache ich es jedenfalls. Allerdings kann man die Kräuterbuschen auch im Johannesfeuer verbrennen – dort, wo es eines gibt. Und natürlich kann man sowohl Palmzweige als auch Kräuterbuschen auch in jedem anderen Feuer verbrennen, wenn man es mal vergessen hat (wie ich oft). Man darf nur die gesegneten Zweige nicht einfach in den Müll werfen. Entweder verbrennen – oder begraben.
          Einen Buchtip habe ich leider nicht; beim Googeln habe ich gefunden: Judith Molnàr, Katholische Feste und Brauchtum, 1996 Balassi Verlag, Ungarn (deutschsprachig). Ich weiß aber nicht, wie umfassend das ist.

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        • Chris P. schreibt:

          Dann noch ein weiteres Mal: Danke! 🙂

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  3. C.Becker schreibt:

    Liebe(r) Chris,
    ich hoffe, es ist nicht unhöflich, wenn ich mich ins das Gespräch zwischen Ihnen und Claudia einmische, doch empfehle ich gerne dieses Buch:
    https://www.amazon.de/Was-ist-katholisch-Wissenswerte-Zulehner/dp/3466367905/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1471535333&sr=8-1&keywords=was+ist+katholisch#reader_3466367905
    Hier finden Sie alles rund ums Katholsich sein und die Bräuche der Katholischen Kirche. Ich selbst habe es einst von einem Priester empfohlen bekommen. Es ist ganz hilfreich, für Katholiken, die sich dem Glauben und Bräuchen ihrer Kirche wieder annähern wollen und natürlich auch für jede andere Person, die sich für den katholisch-christlichen Glauben interessiert.
    Claudias Blog hat mich vor einiger Zeit übrigens auch sehr darin unterstützt, meine eigenen kathoischen Wurzeln erneut zu entdecken und meinen Glauben zu vertiefen.

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    • Chris P. schreibt:

      Das finde ich nicht unhöflich sondern sogar sehr nett, vielen Dank für den Tipp!

      (Ich kann leider nicht auf „Gefällt mir“ drücken weil ich keinen WordPress-Account habe, sonst hätte ich das auch schon häufiger getan. 🙂 )

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