Ein Sonett für zwei Freunde

… schrieb ich heute in der Zeit, die Tobias brauchte, um mal eben Nudeln zu holen. Bleibt noch zu sagen, daß Suse sie ganz trefflich zubereitet hat.

Als Suse das Abendessen kochte

Wenn Suse jault: „Die Nudeln sind fast alle!
Und es ist Abend, und die Soße gar!“
So bleibt Tobias ruhig und spricht: „Fürwahr,
Doch offen ist noch eine Einkaufshalle.

Lass mich nur gehn! Was soll ich sonst noch bringen?“
Schon sieht man eilends ihn zu Rewe laufen,
Um angemessne Mengen einzukaufen,
Derweil die Zwiebeln in der Pfanne singen.

Welch schönes Paar, welch gute Liebestaten!
So kann Euch auch die Ehe wohlgeraten,
So freudig, appetitlich, hilfsbereit!

Wie gern will ich als Patin Euch begleiten
Durch Lebensstürme und durch wilde Zeiten,
Stehn nur die Nudeln auf dem Herd bereit!

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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