Liebe Leser!

Bitte tut, was Eure Bezeichnung sagt – lest!

Zum Beispiel meine Bücher.

Zunächst einmal wäre da das kürzlich erschienene Hymnarium, eine zweisprachige Ausgabe lateinischer Hymnen der Kirche, mit meinen Übersetzungen.

In der Welt ein jedes Wesen
Ist uns Buch und ist Gemälde,
Ist uns gleichsam Spiegelbild,
Unsers Lebens, unsers Todes,
Unsers Standes, unsers Schicksals
Sicheres Erkennungsmal.

Unsern Stand erklärt die Rose
Anmutsvoll, da sie ihn bildet,
Deutung unsrer Lebenszeit:
So wie diese blüht frühmorgens,
Blüht auch und verblüht die Blume
In der greisen Abendzeit.

Dann ist da der Archipoeta, der liederliche und geniale Dichter des 12. Jhs., dessen Lieder in meiner Übertragung in eine biographische Novelle eingeflochten sind. Weitere Personen: Rainald von Dassel, Erzbischof von Köln, Reichskanzler Italiens und Deutschlands; Kaiser Friedrich II., genannt Barbarossa; mehrere Päpste; eine Adlige; eine Wirtstochter.
Die Originaltexte des Archipoeta sind im Anhang zu finden.

Der Archi­poeta wird auf Rainalds Geheiß versorgt und beherbergt, nimmt das nicht immer wahr, singt für andere, solange der Erzbischof fort ist – und unternimmt einige Dinge, die er nicht vorhat, dem hohen Herrn zu verraten. Wer kann widerstehen, wenn er nicht gerade ein Heiliger ist? Der Wein der Tavernen ist nicht so edel wie der auf Rainalds Tafel, aber unverdünnt. Beim Spiel gewinnt er einmal ein Obergewand, verliert es kurz darauf wieder.
Wein und Spiel machen zugleich lustig und müde und wecken die Sehnsucht nach älteren Genüssen. Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. Zwar darf es so nicht zugehen, aber wie soll er sich wehren gegen die Übermacht einer schier allmächtigen Venus?

Mein Gedichtband Lass mich bekennen Deine Mandelblüte hat hervorragende Rezensionen erhalten von Alipius Müller, Harald Stollmeier, Heike Sander, Felix Honekamp und Mara Moeller.

Mandelzweig und Eisensäule
Jer. 1,11-19

Wie Eisensäulen trage mich der Glaube,
wie alter Städte Mauern stark und fest.
Bewahre, Gott, am Kapitäl die Taube,
behüt am Zinnenkranz das Schwalbennest!

Lass mich bekennen Deine Mandelblüte,
das Wort, das jenen fruchtet, die Du liebst.
Wo Niedertracht die Menschlichkeit verbrühte,
lass mich vertrauen, dass Du Leben gibst.

Wenn sie Dein Wort verachten, mich bedrohen,
hilf, dass nicht Feigheit meinen Geist bezwingt.
Gib, dass ich mutig singe Deine frohen
Verheißungen, und dass mein Lied gelingt.

Und schließlich gibt es ein wunderschönes Buch für Latein- und Gartenfreunde – die Hortorum Libri IV des Jesuitenpaters René Rapin (1620-1687) mit wissenschaftlicher Einführung und Anmerkungen durch Dr. A. Wimmer. Auch dies ist eine zweisprachige Ausgabe; Rapin schrieb lateinische Hexameter, und ich habe sie im Auftrag der Pückler-Gesellschaft metrisch übertragen.

Kaum weicht Winterluft neuer Wärme, erweitert die Erde
Ihren Schoß, und wo immer ihn die Keime durchbrechen,
Breitet sich über die Beete die große Fülle der Blumen,
Und, ein Verzückter, wirst du deines Gartens Werke bestaunen.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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