Gründonnerstag

Eucharistie

Ich kann es nicht begreifen, doch ich glaube,
Daß Du, mein Gott, mir wirst, was Du mir gibst,
Von mir Dich essen läßt, weil Du mich liebst,
Und ich Dich nicht vermindre, nicht beraube,

Daß Du verdunstest nicht und nicht verstiebst!
Dies ist doch Korn und Brot und Wein und Traube
Nicht Schöpfer, nur Geschöpf, ist Staub vom Staube,
Wie ich, wie was Du kelterst, was Du siebst.

So seh ich Dich, mein Gott, den Überreichen:
Du gibst Dich selbst in den geschaffnen Zeichen.
Du teilst das Brot, schenkst vielen reichlich ein.

Du bist der Gastfreund und bist Trank und Speise.
Ich nehme, esse, trinke – und ich preise.
Du lieferst Dich mir aus in Brot und Wein.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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