Donnerstag der vierten Fastenwoche

Allwissend unwissend

Du bist der Dreieine, bist Einer und Drei,
schon das unbegreiflich und wahr.
Du bist der Gott, der als Mensch geborn,
der machtvoll in Wort und Tat,
der sich aus Liebe geopfert hat,
geschunden wurde und starb.
Du warst als Mensch Dir selbst nicht bewußt,
die eine Gottheit zu sein,
Du hast als Mensch Dich verlassen geglaubt
von Dir, dem Vater und Geist.
Aus freiem Willen kann niemand je
nicht wissen, was er ist.
Nur Du, Dreieiner, allwissender Gott,
hast Dich außer Dir hingestellt,
Du wußtest als Vater, wußtest als Geist
Dich eins mit dem göttlichen Sohn,
Du glaubtest als Sohn, nur Mensch zu sein,
am Kreuz verlassen von Dir.
Mir weist dies Rätsel den Weg zu Dir,
der ganz sich entäußert hat.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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