Samstag der zweiten Fastenwoche

Gnade und Freiheit

Herr, nur in Deiner Nähe kann ich leben,
Selbst wenn ich diese Nähe nicht mehr spüre.
Selbst wenn ich Deine Fülle nie erführe,
Wär ich von Deiner Gnade ganz umgeben.

Du rührst mich an, damit ich selbst mich rühre,
Dich suche, statt im alten Trott zu kleben.
Du willst mit Deiner Liebe mich verweben,
Du öffnest mir zu Deinem Licht die Türe.

Du reichst die Hand – ich darf sie nur erfassen,
Du zeigst den Weg – ich darf mich führen lassen,
Du bietest alles – ich darf es nur wollen.

Du zwingst mich nicht. Du willst mich nur beschenken.
Und folg ich Dir und lasse Dich mich lenken,
Dann blüht die Freiheit mir aus allem Sollen.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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