Porto sieben Pfennig

In einem vergilbten Taschenbuch von 1958 mit Pindars Oden fand ich eine Postkarte. Kein Liebesbrief, keine vergessene Mitteilung, sondern eine Blankopostkarte an den Wilhelm Goldmann Verlag, die ich an der Perforierung heraustrennte.

Postkarte Goldmannverlag

Wenn Sie auf der Rückseite dieser Karte nur Ihre Anschrift eintragen und die Sie interessierenden Gebiete in den Vierecken ankreuzen, beträgt das Porto innerhalb Deutschlands 7 Pfennig. Bei weiteren Eintragungen bitte als Postkarte frankieren.
Goldmann-Bücher erhalten Sie in allen Buchhandlungen und an den meisten Bahnhofskiosken.

Postkarte Goldmannverlag

Verehrter Leser,
senden Sie bitte diese Karte ausgefüllt an den Verlag. Sie erhalten sofort kostenlos den illustrierten Gesamtkatalog zugestellt
WILHELM GOLDMANN VERLAG MÜNCHEN 8

Diese Karte entnahm ich dem Buch: ………………….
Mein Urteil über das genannte Buch lautet: ………………….

Mein Urteil lautet, ich mag Ludwig Woldes Übersetzung nicht sonderlich, und irgendwie kann ich mit Pindar generell nicht so viel anfangen. Aber die Karte finde ich amüsant und werde sie vielleicht abschicken. Allerdings habe ich keine 7-Pfennig-Briefmarke.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Porto sieben Pfennig

  1. akinom schreibt:

    Vielleicht tun es auch die neuen 8-Cent-Marken, die als Ergänzungsporto für Briefe wegen der
    Preiserhöung nun geklebt werden müssen.
    Merke: Alles war früher nicht schlechter. Zum Beispiel auch nicht die Weihnachtsmarken. Den Kitsch Hoch 3 wollte ich den Adressaten meiner Weihnachtsbotschaft 2015 nicht zumuten. Deshalb habe ich sie so weit wie möglich nur per Email versandt und für den Rest am Schalter
    andere Briefmarken verlangt.

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