Feiern – aber richtig!

Morgen Mittag wird alles für den Heiligen Abend und das Weihnachtsfest vorbereitet sein. Das heißt: Was dann noch nicht vorbereitet ist, war nicht für das Weihnachtsfest gedacht.
Die adventliche Vorbereitungszeit (und damit meine ich nicht Einkaufen und Geschenke basteln) habe ich genutzt, hätte sie besser nutzen können. Mein Vorhaben, im Advent zu fasten, gelang nicht gut. Gottes Gnade habe ich trotzdem erfahren – sie hängt nicht von unserm Tun und Lassen ab, sonst wär’s ja keine.

Zwei Gabenbringer

Der Weihnachtsmann kommt zu den braven Kindern
Aus einem kalten unbewohnten Land.
Fürs Bravsein gibt es einen Sack voll Tand,
Sofern nicht Streit und Mangel das verhindern.

Er tut, als ob er schenkt, doch seine Hand
Tauscht Krempel gegen Bravheit, aber lindern
Wird er die Not nicht und die Gier nicht mindern.
Die Gaben sind so wertlos wie der Sand.

Doch einer kommt, der fragt nicht: Warst du brav?
Der gibt das Beste, Schönste uns im Schlaf,
Der gibt die Liebe, die uns ewig hält.

Wer da noch angepaßt sein will und kann?
Zu braven Kindern kommt der Weihnachtsmann.
Zu Sündern aber kommt das Licht der Welt.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Feiern – aber richtig!

  1. Lakritze schreibt:

    Das Nachbarkind hatte sich nicht gut benommen, da hörte ich drüben die Mutter: Gleich rufe ich die Weihnachtswichtel an, dann holen sie die Geschenke gleich wieder ab ! Herrje. Was für ein Geist der Weihnacht. Und was für eine Kinderverdummung.

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  2. Wolfram schreibt:

    Brav sein… Eigentlich ist brav tapfer und mutig! Nicht Kadavergehorsam…
    Aber die Franzosen sind ja nicht besser: hier spricht man von „sage“, weise, und meint auch nur Klappe halten und nicht aufmucken. Und das in einem Land, das sich seiner Revolutionen rühmt… (und der Menschenrechte, die gerad mal zwecks Schutz der Menschenrechte außer Kraft sind – aber das ist ein anderes Thema.)

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