Neunzehnte Tür

Gustav Schüler
O du himmlisch reiner Glaube

O du himmlisch reiner Glaube,
Gib dich mir ins Herz hinein,
Wolltest mir im Erdenstaube
Wie ein Quell bereitet sein.

Mir ist von dem Sonnenbrande
Gar so sterbensmatt und müd.
Sei du, als wenn überm Lande
Eine Maienwolke zieht.

Wasche du den Staub vom Herzen,
Der es quälend überdeckt,
Nimm hinweg, was noch an Schmerzen
Die unkühne Hoffnung schreckt!

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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