Achtzehnte Tür

Gustav Schüler
Herr, mein Gott, verlaß mich nicht

Da die Tage so voll Not,
Herr, mein Gott, sei du mein Licht –
Da die Tage so voll Tod,
Herr, mein Gott, verlaß mich nicht!

Da der Nordsturm reißt und stößt,
Daß mein Hüttlein wankt und bricht,
Herr, der allen Jammer löst,
Herr, mein Gott, verlaß mich nicht!

Weil ich nicht mehr weiter kann,
Weil ich ohne Weg und Licht,
Nimm dich meiner Schwachheit an –
Herr, mein Gott, verlaß mich nicht!

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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