Bosheit, Feigheit, Dummheit

All dies ist vereint in den Menschen, die ohne nennenswerte eigene Gefährdung einen anderen im Schutz der Anonymität mit Ermordung bedrohen, weil ihnen seine Meinung und sein Glauben nicht passen.

Bosheit, weil es ohne irgendwelche Abstriche und Entschuldigungen böse ist, Menschen zu ermorden.

Feigheit, weil dies nicht etwa von Angesicht zu Angesicht geschieht, sondern mit anonymer, kurz nach Anwendung verfallender Mailadresse, und weil die Täter genau wissen, daß der Bedrohte gewaltsame Aktionen für sich selbst ablehnt – und zwar aus den Gründen, aus denen sie ihn umbringen wollen.

Dummheit, weil das, was sie bekämpfen, nicht nur sichtbar gut ist, sondern auch seit zweitausend Jahren trotz aller Mühen einer feindlichen Welt nicht auszurotten ist.

Bosheit, Feigheit und Dummheit sind leider zäh – ich fand es schon mehrmals notwendig, darauf hinzuweisen:

Ich schweige nicht
Christus vincit! Christus regnat! Christus imperat!
Neue Drohung
Linke und IS – gibts da Unterschiede?
Sanguis martyrum semen est Christianorum

Nun haben böse, feige, dumme Menschen zwar einen guten, tapferen und klugen Menschen dazu gebracht, eine Blogpause einzulegen. Aber damit werden sie weder ihn noch irgendjemand anders, der Christus liebt, auf Dauer kleinkriegen. Schon gar nicht die Kirche!

Denn wir Christen haben auch drei Richtwerte – zum Glück für die Genannten, vor denen ich ein wenig Angst habe, um deren Seelen ich größere Angst habe, über die ich mich sehr ärgere und die ich ausdrücklich nicht hasse.

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

1 Kor. 13

Dagegen können Terroristen nicht anstinken. Das kriegen Terroristen nicht klein. Diese drei können – und werden – einst, vielleicht bald, den Terrorismus besiegen durch den, der Glauben und Hoffnung schenkt und Liebe ist.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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7 Antworten zu Bosheit, Feigheit, Dummheit

  1. Peter Friedrich schreibt:

    Daß manche Leute überreagieren auf Religiöse, läßt sich vielleicht schon irgendwie erklären.
    Auf dieses mein Schreiben bekam ich mehrfach keinerlei Antwort:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich hätte eine Frage an Sie wegen des
    Umgangs von kirchlicher Seite mit dem
    Thema der Geschlechtergerechtigkeit. Wie
    auch immer man sich abarbeitet an
    Gender/Nichtgender, an Bildungsplänen
    oder „Demos für alle“, bei allem
    Verständnis oder Nichtverständnis, so
    würde mich eher Ihre Ansicht zur
    praktischen Umsetzung der einschlägigen
    Thematik interessieren.
    So wurde eine Transgender-Person im
    „Stern“ unter dem Titel „Das richtige
    Leben im falschen Körper“ interviewt, am
    28.11.2015, daraus folgendes:

    “ … Mittlerweile zählt die Polizei 29
    ermordete Transgender allein in diesem
    Jahr in den USA. Erleben Sie selbst, dass
    man Ihnen mit Abscheu begegnet? Werden Sie
    bedroht?
    Morde sind leider an der Tagesordnung.
    Besonders schwarze Transgender, wie ich es
    bin, werden gejagt. Wer mich attackiert,
    befriedigt ja auf einen Schlag gleich zwei widerliche Wesenszüge: Homophobie und Rassismus. Ich bin in dieser Logik das perfekte Opfer.

    Also gibt es Situationen, in denen Sie in Gefahr sind?
    Ich würde es nicht direkt Gefahr nennen.
    Aber ich fühle mich oft unwohl. Nachts in der U-Bahn zum Beispiel. Oder wenn mich Wildfremde fragen: „Hast du einen Penis oder eine Vagina?“

    Wie reagieren Sie auf solche Fragen?
    An guten Tagen sage ich: „Warum fragen Sie
    mich nicht erst mal, wie es mir geht oder
    wie ich heiße?“ An schlechten strecke ich
    meinen Mittelfinger aus. Es geht niemanden
    etwas an, ob ich einen Penis oder eine
    Vagina habe.

    Die Suizidrate unter Transgendern ist hoch.
    So hoch wie in sonst keiner Gruppe. Sie
    liegt bei fast 50 Prozent. Viele bringen
    sich um, weil sie den Druck, weil sie sich
    selbst nicht aushalten. Auch die
    Arbeitslosenquote ist erschreckend. Die
    Armut. Die Obdachlosigkeit. Warum ist das
    so? Weil Menschen, die sich zu einer
    anderen Sexualität bekennen, immer noch
    ausgegrenzt werden.

    Dennoch scheint Amerika anderen Ländern
    weit voraus zu sein. Für die Rolle als
    transsexuelle Gefangene in der Serie
    „Orange is the new black“ wurde der
    Transgender Laverne Cox für einen Emmy
    nominiert. New Yorks Bürgermeister
    plädiert dafür, das Geschlecht auf
    Geburtsurkunden ohne operative Umwandlung
    ändern zu können. Den Besuchern des Weißen
    Hauses steht neuerdings eine
    „genderneutrale“ Toilette zur Verfügung.
    Es geht voran, das stimmt. Und Amerika hat
    sicher eine Vorreiterposition. Aber in
    vielen islamischen Staaten werden
    Transgender heute noch mit dem Tod bestraft.

    Wenn Sie auf die Toilette müssen, benutzen
    Sie dann das Damen- oder das Herrenklo?
    Ich vermeide öffentliche Toiletten, wann
    immer es geht, weil ich keine Anfeindungen
    provozieren möchte. …“

    Erste Frage dazu: Auf welche Toilette
    sollte denn nun nach Ihrer Meinung dieser
    betreffende Mensch gehen?
    Zweite Frage: Inwieweit läßt sich das
    grausame Schicksal dieses Menschen in
    Verbindung bringen mit der – durchaus
    pauschalisierenden – Begrifflichkeit des
    (Gender-)“Wahnsinns“ von konservativ-religiöser Seite?
    Danke für Ihre Antwort!

    Mit freundlichen Grüßen“

    Man bringt also genaugenommen gepeinigte und bedrohte Menschen in den Ruch des Wahnsinns (z. B. „Gaga“, Birgit Kelle). Das ist so krank, daß man schon verstehen kann, daß jemand durchdreht. Daß dabei Bedrohung und Gewalt entstehen, ist wie immer schade.

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    • Claudia Sperlich schreibt:

      Willkommen auf diesem Blog und Dank für diesen Kommentar.
      Ich möchte diese ausführliche Frage gern in einem eigenen Artikel beantworten, was ein bißchen dauern wird – aber ich hoffe, noch heute damit fertig zu werden.
      Vorab nur soviel: Daß in vielen islamischen Staaten Transsexuelle ermordet werden, läßt sich nun wirklich nicht der Kirche vorwerfen, deren Angehörige dort auch ermordet werden. Auch der katholische Blogger Josef Bordat hat keinen Einfluß auf die saudische oder iranische Justiz.

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      • Peter Friedrich schreibt:

        Sehr geehrte Frau Sperlich,

        Danke für Ihre Antwort!
        Allerdings rätsele ich gerade über einen Zusammenhang zu islamischen Staaten bei meiner Anfrage?!? Den gibt es nicht, oder? Um islamische Staaten ging es eigentlich nicht.

        Freundliche Grüße

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      • Claudia Sperlich schreibt:

        Es ging mir dabei um den kleinen Satz „Aber in vielen islamischen Staaten werden Transgender heute noch mit dem Tod bestraft.“ Das steht so unvermittelt dabei und hat nun wirklich gar nichts mit meinem Artikel zu tun, die Erfahrung lehrt allerdings, daß in kirchenkritischen Diskussionen fast immer irgendwann gegen die Kirche argumentiert wird damit, daß islamisch geprägte Staaten Menschen ermorden. Das ist nicht sonderlich differenziert, aber alltäglich.
        Aber das ist jetzt wirklich ein Nebenschauplatz in dieser Diskussion.

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  2. Peter Friedrich schreibt:

    Nachtrag: Jetzt verstehe ich, Sie beziehen sich auf den kleinen Absatz mit dem Verweis auf die Ermordung dieser Menschen in islamischen Ländern. Alles klar.

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  3. Pingback: Kirche, Toleranz, Gender und Gerechtigkeit | Katholisch? Logisch!

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