Neunte Tür

Gustav Schüler
Frage

Du arme Menschenseele –
Wo deine Heimat ist,
Da du aus Angst und Fehle,
Endlich zu Hause bist?

Wie ruht sich’s so errettet,
So gut im Vaterhaus;
Wie schlafen, treugebettet,
Die Wandermüden aus.

Was ist das für ein Feiern,
Was ist das für ein Ruhn,
Wo sich in Traumesschleiern
Lichtmächtige Werke tun.

Wo sich die Tage füllen,
Drin Gottes Atem weht .
Bis endlich ohne Hüllen
Das Ewige vor uns steht.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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