Auf kath.net: Andreas Kim Taegon

Gestern erschien mein Artikel zu den koreanischen Märtyrern Andreas Kim Taegon und Gefährten.
Angesichts der Politik Nordkoreas ist das wahrlich aktuell.

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Noch einmal zum Marsch für das Leben

Großen Eindruck hat mir ein Redner gemacht, der gerade volljährig geworden ist und einfach und fröhlich von seinem Leben erzählte. Wo und wie er lebt, was er gerne tut, was er gut kann – und Fußball spielt er auch. Ich durfte den jungen Mann vorher auch hinter der Bühne kurz sehen und hatte sofort den Eindruck: Ein außergewöhnlich freundlicher Mensch!
Besonderheiten? Nun ja, seine Freundlichkeit, sagte ich ja. Und sein Mut, vor einer riesigen Menschenmenge zu sprechen. Und noch etwas – er hat eine Behinderung. Aber mal ganz ehrlich: Wie „besonders“ ist Behinderung eigentlich? Kennt nicht jeder von uns irgendjemanden, der irgendeine Behinderung hat?

Weniger beeindruckt bin ich von den Hassparolen, die am Rande des Marsches (und einige Male auch mittendrin von von Leuten, die sich hineingedrängt hatten, gebrüllt wurden. Es sind wirklich immer die gleichen Sprüche.
Mein Favorit ist das so herrlich sinnfreie „Mittelalter, Mittelalter, hey hey“ – ach ja, Mittelalter! Romanik! Gregorianik! Thomas von Aquin! Hildegard von Bingen! Jeanne d’Arc! – OK, das meinen die Gröler nicht, aber ich denke es und lächle.
Den boshaften Reim „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ fand ich in meiner Grundschulzeit schon peinlich doof. (Ich bin jetzt 55 Jahre alt. Und ich war als Zehnjährige noch lange Atheistin und einige Jahre später ausdrücklich für ein „Recht auf Abtreibung“. Peinlich doof kann man diesen Reim auch finden, wenn man ganz und gar kein Lebensrechtler ist.)
„Eure Kinder werden so wie wir“ (in diesem Jahr erweitert durch „eure Kinder werden alle queer“) – nun ja, stimmt: irgendwann pubertieren sie. Aber das geht nicht bei allen so wüst ab, und vor allem: es hält sich nicht notwendig so lange. Angesichts zahlreicher Lebensrechtler im Alter zwischen 14 und 17 hatte ich dann die schöne Vorstellung, eine Gruppe Jugendlicher mit Kreuzen und Rosenkränzen stellt sich vor die blockierenden Krakeeler und skandiert: „Eure Kinder werden so wie wir! So mit Rosenkranz und Skapulier!“
„Mein Bauch gehört mir“ – da stimme ich zu. Auch mir gehört mein Bauch. Aber der junge Mensch im Bauch einer Frau ist nicht ihr Bauch. Hat eine eigene DNA. Wißt ihr ja eigentlich alle, oder war der Biologieunterricht so katastrophal?
„Ob Kinder oder keine, entscheiden wir alleine“ – ja, wir auch. Es gibt für die Option „keine Kinder“ eine vollkommen sichere Option: Kein Sex. Und das ist tatsächlich immer die eigene Entscheidung.
„Haut ab, haut ab, haut ab“ – das hat den gleichen Aussagewert wie die Blockade: „Wir sind so tolerant, wir wollen, daß die Leute, die anderer Meinung sind als wir, abhauen, damit die Welt toleranter wird.“ Merkt ihr schon, oder?

Ein großes Plakat der Gegenseite behauptete, 77% aller Abtreibungsgegner seien männlich. Man muss nur die zahlreichen Photos vom Marsch für das Leben anschauen, um zu sehen, daß gleich viel Frauen wie Männer dabei sind.

Die Teilnehmer am Marsch für das Leben sind keine homogene Gruppe. Sowohl konfessionell als auch politisch bin ich mit einem Teil davon durchaus nicht einig. Aber darum geht es ja nicht. Was uns eint, ist die unbedingte Achtung des menschlichen Lebens.

Ziemlich am Anfang sprach mich eine Frau an, ob das anstrengend sei, den Ordnerdienst zu machen. Ich sagte ihr ehrlich: „Ich mache das gern. Ein wenig anstrengend ist es, und manchmal ist man mit sehr gemeinen Anschuldigungen konfrontiert, dann muss man ruhig bleiben.“ Darauf sie: „Dann musst du die segnen.“ Recht hat sie – was ich zwar schon wußte, mir aber dennoch immer wieder gern ins Gedächtnis rufe.

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Frühstückseier de Luxe

… brachte neulich ein Gemeindemitglied anläßlich seines Geburtstages zu dem jeden Mittwoch stattfindenden Frühstück nach der Messe mit, und nun muß ich sie endlich mal vorstellen. Trotz ihrer Schönheit wurden sie allerdings schon neulich gegessen.

Frühstücksei
Frühstücksei
Frühstücksei
Frühstücksei

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Marsch für das Leben – wir lassen uns nicht stören!

Vor dem Marsch für das Leben 2017 fand in St. Marien-Behnitz ein „Engelamt“ statt, eine Messe, in der für die vor der Geburt getöteten Kinder gebetet wurde im Vertrauen darauf, daß Gottes Engel sie in den Himmel geleiten.
St Marien Behnitz
St Marien BehnitzSt Marien Behnitz

Ich habe für diese Messe folgendes Lied geschrieben:

Choral für die Ungeborenen
nach der Melodie „Aus tiefer Not“

Die Kinder, die vom Mutterschoß
Aus dieser Welt genommen,
Betrogen um ihr Menschenlos –
Herr, lass sie zu Dir kommen!
Neig ihnen zu Dein Angesicht,
Lass leben sie in Deinem Licht,
Gib ihren Seelen Frieden.

Die Menschenknospen, wehrlos klein,
Zerrissen, ungeboren,
Sie lebten durch Dein Wort allein –
Herr, gib sie nicht verloren!
Wo Menschenschuld den Tod gebracht,
Erweise Deine Lebensmacht,
Führ sie zur ewgen Freude.

Führ auch an Deiner Vaterhand
Auf Deine guten Wege,
Die diesen Kleinen aberkannt
Die Liebe und die Pflege.
Geh nicht an ihrer Not vorbei,
Lass sie bekennen und verzeih,
Gib ihren Seelen Frieden.

© Claudia Sperlich

Josef Bordat hat schon auf ungenaue Berichterstattung bezüglich der Teilnehmerzahl hingewiesen. Tatsächlich waren es etwa 7500 Teilnehmer.
Wie üblich war der Marsch für das Leben von Schreihälsen begleitet, deren Parolen ich schon in meiner Kindheit (lange bevor ich Christin und Lebensrechtlerin wurde) bescheuert fand. Die Polizei machte ihre Arbeit sehr gut; eine Sitzblockade wurde recht zügig aufgelöst. (Während der Wartezeit verteilte ich Liedzettel, und eine zusammengewürfelten Gruppe sang das Lied spontan. Fast glaube ich, Christen können generell besser singen als die kreischenden Gegendemonstranten.) Nicht aufgelöst wurde die Frage, warum Menschen, die sich für viel viel toleranter halten als die Lebensrechtler, es demokratisch und gut finden, einen genehmigten Schweigemarsch niederzubrüllen und zu behindern, so gut oder schlecht sie können.

Trotz dem Ernst der Sache und trotz dem feindlichen Gebrüll war die Stimmung froh und mit schönen freundschaftlichen Begegnungen. Für mich war der Ordnerdienst etwas beeinträchtigt durch ein stetig lahmer werdendes Knie, weswegen ich den ökumenischen Schlußgottesdienst nicht mitfeierte – denn stehen konnte ich nun wirklich nicht mehr. Aber ich bin froh und dankbar, wieder dabeigewesen zu sein. Möge die Zahl der weiter wachsen, die sich bedingungslos für das menschliche Leben einsetzen.

Marsch für das Leben 2017Marsch für das Leben 2017

Marsch für das Leben 2017
Marsch für das Leben 2017
Marsch für das Leben 2017
Marsch für das Leben 2017

Du wirst lachen, liebe Feministin: Dafür bin ich auch. Also hör auf, mich daran hindern zu wollen.
Marsch für das Leben 2017

Marsch für das Leben 2017
Marsch für das Leben 2017

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Zum Engelmonat September

… hat Josef Bordat schon Lesenswertes geschrieben. Ich habe den Erzengeln ein Lied geschrieben – und schon früher mal versucht, mich dem Thema zu nähern.

Engel

Engel fliegen schneller, als wir denken,
Engel können ihre Zeit verschenken,
Engel haben Geist und sind vom Geiste
Gottes – und das wäre schon das meiste,
was man über Engel sagen kann.

Engel haben keine Gänseflügel,
Engel halten keine Rentierzügel,
Engel sitzen nicht auf Kirchentüren,
Engel kann man nicht in Päckchen schnüren,
Engel sind nicht Frau und sind nicht Mann.

Engel sind nicht göttliche Armeen,
Engel müssen nicht vor Thronen stehen,
Engel sind nicht bajuwarisch-niedlich,
Engel sind nicht einfach doof und friedlich –
Engel sind wahrscheinlich meistens nah.

Engel sind nicht bildlich darzustellen,
sind vielleicht wie Licht und Klang und Wellen,
sind wie Sprache – aber ohne Reden,
sind wie Liebe – und sie sinds für jeden –
Engel zeigen uns den ICHBINDA.

Wenn wir trotzdem immer Engel malen,
die in Marmor Öl und Gold erstrahlen,
die mit Silberflitter, Strahlenkranz und feuchten
Augen einen finstren Stall erleuchten,
zeigt so Meißelhieb wie Pinselstrich:

Gottes Vielfalt ist das Engelwesen –
einen Teil davon kann man hier lesen
bei Bernini, Raffael und Schlüter:
Freudenboten und Gesetzeshüter –
Engel weisen uns den DABINICH.

© Claudia Sperlich

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Heil, Leben, Hoffnung: Kreuz.

Heute feiert die katholische Kirche und mit ihr die orthodoxen und Teile der anglikanischen und lutherischen Kirchen das Fest der Kreuzerhöhung. Warum wir das Kreuz verehren, das doch ein Instrument zum Foltertod ist, habe ich in einem Lied zu fassen gesucht.

Kreuzerhöhung
Melodie: Singt dem König Freudenpsalmen

Jesus ist für uns gegangen
durch die Folter, Hohn und Spott.
Einsam litt in Todesbangen
der Lebendige, der Gott.
Den Gerechten zu ermorden,
ragt das Kreuz in Weltennacht.
Da ist Lebensbaum geworden,
was zur Todesqual erdacht.

Alle Todesschatten schwanden,
Gott erweckte seinen Sohn.
Unser Herr ist auferstanden,
und das Kreuz ist Jesu Thron.
Alte Schulden sind vergeben,
jeden reißt Er aus dem Tod!
Als ein Zeichen für das Leben
ragt das Kreuz im Morgenrot.

Jesu Kreuz stellt tausend Fragen,
gibt die Antwort gleich darauf.
Jesu Liebe will uns tragen,
Jesus trägt uns Liebe auf.
Nur die Liebe kann erreichen
allen Lebens Ziel und Sinn.
Als das größte Liebeszeichen
weist das Kreuz auf Jesus hin.

aus: Lass mich bekennen Deine Mandelblüte, tredition 2015

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Auf die Straße für das Leben!

Der Marsch für das Leben findet statt am Samstag, 16.09.2017, 13.00 Uhr, in Berlin. Kommet zuhauf!
Die Kundgebung ist – wie immer beim MfdL – am Anfang, vor dem Reichstagsgebäude. Vom Hauptbahnhof aus sind das 700 Meter Fußweg oder einer Station mit der U-Bahn 55 (Bundestag).

Weiter geht es etwa fünf Kilometer durch Berlin, bis gegen 17.30 ein ökumenischer Gottesdienst den Abschluß bildet.

Außerdem mache ich aufmerksam auf ein „Engelamt“ – ein Requiem für ungeborene Kinder – am Samstag um 10.00 Uhr in der Kirche St. Marien am Behnitz (Behnitz 9, 13597 Berlin, Nähe U-Bhf. Altstadt Spandau), mit anschließender gemeinsamer Fahrt zum Marsch für das Leben.

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Maria zum Geburtstag

Das historische Datum ihrer Geburt kennen wir nicht (ebenso wenig wie das historische Datum der Geburt ihres Sohnes). Aber daß sie geboren ist, steht fest – und daß sie von Anfang an von der Erbsünde bewahrt blieb (was Katholiken neun Monate vorher, also am 8. Dezember, feiern), glaubt die Kirche nicht ohne Argumente.

Marienlob

Du Jungfrau und Mutter, du Fürstin und Magd,
Die weit über irdische Machthaber ragt,
Du bräutliche Tochter und Mutter des Herrn,

Du Mädchen, das Gott einen Lobgesang singt,
Du Frau, die den wütenden Drachen bezwingt,
Du Sternengekrönte gebarst einen Stern.

Aus Gnade vor Schuld und vor Sünde bewahrt,
Blieb doch dir das furchtbarste Leid nicht erspart –
Dein Herz war gekreuzigt auf Golgotha.

Dein Herz hat dem Auferstandnen vertraut,
Und wieder besuchte der Geist Seine Braut,
Ließ jubelnd dich preisen den Ich-bin-da.

Die Arme, von Gott zu den Menschen gespannt,
Verbinden den Himmel mit Meeren und Land,
Du lockst uns zu deinem allmächtigen Sohn.

Dich lieb ich und lob ich, und doch gilt mein Lob
Dem Herrn, der dich schuf und zum Himmel erhob.
Mit dir will ich knien vorm ewigen Thron.

© Claudia Sperlich

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Kamerascheues Hörnchen

Die Hörnchen sind in letzter Zeit zwar gewohnt oft da, aber unfassbar zickig, wenn ich sie ablichten will. Daher gibt es jetzt nur einige unscharfe Hörnchenbilder. Und was ich mir dafür noch anhören durfte!

Was, ich werde photographiert?
Eichhörnchen

Unverschämte Journaille!
Eichhörnchen

Ich versteck mich.
Eichhörnchen

Lichtet doch meinetwegen Blümchen ab!
Geranie

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Wer entscheidet, ob ein Leben gelebt werden darf?

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 98.721 Kinder vor der Geburt getötet. Pro Arbeitstag 390. Die Zahl der Geburten lag bei 760.652. Das bedeutet: Auf sieben bis acht lebende Kinder kommt eines, das vor der Geburt getötet wurde.
Im ersten Quartal 2017 stieg die Zahl der Abtreibungen im Vergleich zum ersten Quartal 2016 um 1,3 % an auf 26.600. Noch einmal: In drei Monaten 26.600 Kinder, die vor der Geburt getötet wurden.
Quelle 1
Quelle 2

Die insgesamt leicht sinkende Zahl der Abtreibungen wird gerne benutzt, um zu zeigen, wie günstig sich die leichte Zugänglichkeit von medizinisch fachgerechten Abtreibungen auf die Gesamtzahl auswirkt. Aber wenn ich sehe, daß der Marsch für das Leben Jahr für Jahr größer wird, liegt es ja vielleicht auch daran, daß mehr und mehr Frauen (und sicher auch Männer) begreifen, was Abtreibung ist – die Beseitigung eines Menschen. Und daß sich deshalb immer weniger Frauen entscheiden oder von irgendjemandem dahingehend bearbeiten lassen, ihr Kind „wegzumachen“.

Dennoch ist jede einzelne Abtreibung zu viel. 390 Kindstötungen pro Arbeitstag – darauf kommt diese Statistik heraus – sind gegenüber 400 Kindstötungen pro Arbeitstag wenige Jahre vorher kein so überragender Fortschritt.

Wenn es die sozial akzeptierte Möglichkeit zur Abtreibung gibt – im Falle von Behinderung des Kindes oder der Mutter bereits die sozial geforderte Möglichkeit -, dann folgt automatisch, daß jede Schwangere sich entscheiden muss. Wirklich jede! Frauen in deutlich schwierigen Situationen, behinderte Frauen oder Frauen, deren Kinder voraussichtlich sehr krank oder behindert sind, müssen sich bereits vor der Gesellschaft (oft auch vor der Familie) rechtfertigen, warum sie ihr Kind nicht abtreiben. Aber im Grunde ist bereits jetzt jede Schwangere hierzulande in eine Situation des Wählen-Müssens gedrängt. Denn wenn überhaupt entschieden werden kann, ob dies Kind lebenswert ist, dann muss auch entschieden werden.

Die meisten Frauen entscheiden sich ohne weitere Überlegung für ihr Kind, und viele nach mehr oder weniger schwieriger Überlegung auch – einfach weil die meisten Menschen instinktiv wissen, daß da ein Kind ist, über dessen Leben sie nicht verfügen können, und daß der Mutterleib keine Rumpelkammer ist, die man leerräumen kann, wenn der Inhalt nicht passt.

Viele, wenn nicht die meisten Frauen, die vor einer Abtreibung stehen, entscheiden das nicht in völliger Freiheit selbst. „Das kannst du dir doch jetzt nicht zumuten“, „Ich verlasse dich, wenn du das Kind bekommst“, „Du hältst das seelisch/körperlich/finanziell nicht durch“, „Denk bloß nicht, wir helfen dir“, „Aber das Kind wird leiden“, „Du schaffst die Ausbildung nicht“, „Das ist doch heutzutage nicht nötig“, „Du wirst dem Kind nichts bieten können“ – das sind alles „Argumente“, mit denen zahlreiche Schwangere konfrontiert sind. Von Partnern, Familien, Kollegen, Freundinnen, Nachbarn.

Ich habe auch schon erlebt, daß eine Frau verzweifelt Argumente für die Beseitigung ihres Kindes suchte – der gerade laufende Hausbau war das wichtigste davon. Aber so krasse Einstellungen bei Schwangeren sind eher selten. Meistens sind die Argumente anderer ausschlaggebend für eine Abtreibung – so jedenfalls meine kurze Erfahrung in einer Beratungsgruppe sowie die Aussagen zahlreicher Menschen, die in der Schwangerenberatung wirklich Erfahrung haben.

Wer entscheidet über das Leben des Kindes?
Das Kind als Hauptbetroffener gar nicht. Die Mutter in vielen Fällen zuletzt.
Es entscheidet eine kaltschnäuzige, unsoziale Gesellschaft, die „so etwas“ Karrierehemmendes, Armes, Behindertes, irgendwie Unpassendes nicht „durchfüttern“ will.

Am 16. September ab 13.00 Uhr findet wieder der Marsch für das Leben statt. Ich werde dabei sein. Sie auch? Vorher, um 10.00 Uhr, findet in St. Marien-Behnitz ein Requiem für die Ungeborenen statt – auch dazu lade ich herzlich ein.

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