Äpfel

Auch dieses Jahr durfte ich im Garten der Katharinenschwestern Äpfel und Birnen ernten. Besonders Äpfel gibt es dort in solchen Massen, daß man gar nicht merkt, wenn ich zwei Fahrrad-Packtaschen voll mitnehme! Es sind verschiedene alte Sorten, die sehr gut schmecken.

Apfelmarmelade und Chutney habe ich schon vor einer Weile gemacht, heute habe ich den Rest zu einer Art süß-saurem Kompott gekocht (mit Zucker, Apfelessig und Ingwer). Nun habe ich einen Vorrat, der etwa für ein Jahr reicht, und kann hie und da noch etwas verschenken.

Diese Äpfel sind klein – in diesem dürren Jahr noch kleiner als sonst -, und man muss sie sorgfältig putzen (auch Würmer und Ameisen mögen sie). Das macht viel Arbeit – aber es lohnt! Ich benutze keine Konservierungsstoffe (wenn man von Zucker und Essig, die ja auch konservieren, absieht), fülle die Masse kochend heiß in Gläser, schraube sie sofort zu und stelle sie einige Minuten umgedreht hin. Das hält dann – meiner Erfahrung nach auch mehrere Jahre lang.

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Ab wann ist es Leben?

„Es ist doch noch gar kein Leben“ – ich weiß nicht, wie oft ich diese Behauptung im Zusammenhang mit Embryonen (die es angeblich nicht unbedingt zu schützen gilt) schon gehört habe.

Ich tue um des Arguments willen mal so, als setze ich voraus, daß das stimmt. Also: eine befruchtete Eizelle oder eine Morula ist noch gar kein Leben. Ich lasse dabei unbeachtet, daß dies „kein Leben“ sich stündlich weiterentwickelt. Aber irgendwann ist es ja doch auch in den Augen der Streiter für ein Recht auf Abtreibung Leben. Ich glaube nicht, daß irgendjemand behauptet, eine hochschwangere Frau bekommt von „keinem Leben“ Tritte.

Irgendwann also wird „kein Leben“ zu „Leben“. Ab Herzschlag? Ab Schmerzempfinden? Ab ersten Spuren von Bewußtsein? Ab Überlebensfähigkeit im Inkubator?

Und wie soll das überhaupt gehen, daß aus „kein Leben“ „Leben“ wird? (Zumal, wenn man nicht an einen Schöpfer glaubt!)

Wenn ich mit wissenschaftlicher Genauigkeit sage, eine befruchtete Eizelle ist ein Lebewesen im frühesten Entwicklungsstadium, sehe ich einen logischen und zugleich staunenswerten Ablauf der Entwicklung des Lebens. Ich kann wissen, daß bereits bei der brandneuen DNA der befruchteten Zelle Eigenschaften festgelegt sind: Aussehen, Funktionen, auch Schwächen und genetische Abweichungen, zu einem Teil auch Talente und Fähigkeiten.

Wenn ich dies alles weiß (zum Beispiel aus dem Biologieunterricht; ich muss dazu nicht Genetik studiert haben), dann aber immer noch sage, daß „das“ erst einmal kein Leben ist, kann ich mir selbst eigentlich nicht mehr glauben. Eigentlich!

Aber Befürworter eines Rechts auf Abtreibung sind erstaunlich häufig trotz fundiertem biologischen Wissen felsenfest davon überzeugt, daß es sich genau so verhält. Sie wissen, daß innerhalb von neun Monaten die Eizelle zum geburtsreifen Kind heranwächst, und sie wissen, daß es sich dabei um einen ununterbrochenen Vorgang handelt, an dessen Anfang Befruchtung und Entstehung der DNA stehen. Sie sagen trotzdem, daß es zunächst kein Leben ist, sagen aber niemals, ab wann es eben doch Leben ist.

C.S. Lewis schreibt in dem Buch der Narnia-Reihe „The Magician’s Nephew“ (Das Wunder von Narnia): “Now the trouble about trying to make yourself stupider than you really are is that you very often succeed.” (Nun, wenn man versucht, sich dümmer zu machen, als man eigentlich ist, dann hat das den Nachteil, dass es einem sehr oft auch gelingt.“)

Wer unbedingt möchte,  daß ein Mensch im frühesten Stadium noch kein Leben ist, sich aber zum Leben entwickelt,  das man ab irgendeinem,  nicht festgesetzten Zeitpunkt als Leben anerkennt und dann möglicherweise auch ein bisschen schützenswert

findet, der wird sich von mir keines Besseren belehren lassen.  Aber für alle anderen werde ich weiter über das unbedingte Lebensrecht des Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen   Tod schreiben.

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Rosen und Regenbogen

Einen Regenbogen konnte ich heute lange bewundern. Juden und Christen sehen ihn als Symbol für den Bund Gottes mit den Menschen – eigentlich den Kriegsbogen, den der Herr in den Wolken abgelegt hat, weil Er den Menschen nach der Sintflut nicht mehr zürnen wollte (Gen. 9,12-17).

Hesekiel erlebt eine furchterregende, schaurig-schöne Vision und die Sendung zum Propheten durch ein Wesen, das von regenbogenartigem Glanz umgeben ist (Hesekiel 1,28). In der Offenbarung des Johannes wölbt sich ein Regenbogen über den Thron Gottes (Off. 4,3) und ist zudem Zeichen der von Gott verliehenen Autorität eines Engels (Off.10,1).

Majestas Domini, Königswürde des Herrn, nennt man einen Bildtypus, bei dem der thronende Christus dargestellt ist – oft auf einem Regenbogen oder von einem Regenbogen umgeben.

Natürlich weiß ich, daß die Entstehung eines Regenbogens mit Luftfeuchtigkeit, Lichtbrechung und Spektralfarben zu tun hat und daß man ihn auch bestaunen kann, wenn man seine Entstehung physikalisch erklären kann. Aber religiöse Sprache und Poesie sind anders als Lehrbücher der Optik, und ich habe kein Problem damit, dabei an Gottes unfassbare Güte zu denken und zugleich daran, daß der Physikunterricht mich leider nie wirklich erreichte. Ich sehe zugleich ein Naturschauspiel, vor dem Menschen ihren Einkauf nach Feierabend unterbrechen und in den Himmel gucken, gleich was sie glauben, ein optisches Phänomen, das ich nicht so ganz verstehe, und eine Erinnerung an den ewigen Friedensbund Gottes und ein Hoffnungszeichen, das auf die Göttlichkeit Jesu Christi weist.

Rosen sind ja auch nicht nur einfach Pflanzen aus der Familie der Rosazeen, sondern Inbegriff der Schönheit, Symbol der Liebe und für Katholiken ein Mariensymbol.

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Ist der Einsatz für das absolute Lebensrecht frauenfeindlich?

Im Nachklapp zum Marsch für das Leben höre und lese ich es immer wieder. Alle frauenfeindlich! Alle rechtsextrem!

In Deutschland betrifft Abtreibung in 50% der Fälle weibliche Ungeborene, in zahlreichen anderen bevölkerungsreichen Ländern (z.B. Indien, China) weit über 50%. Mit anderen Worten: die meisten abgetriebenen Menschlein wären zu Frauen herangewachsen, wenn man sie gelassen hätte. Das ist frauenfeindlich.

Auch in Deutschland finden sehr viele, vielleicht die meisten Abtreibungen statt, weil Männer und Familien darauf drängen und nicht, weil die betroffene Frau es wirklich will. Das ist frauenfeindlich.

Demonstrationen sind in einer Demokratie mit sehr geringen Ausnahmen (Aufruf zur Gewalt; Anstachelung zu Straftaten) erlaubt, und zwar unabhängig davon, was man wählt, glaubt, mag oder erhofft. Wenn auf einer Demonstration unter viertausend Menschen einige sind, mit deren politischer Meinung ich nicht übereinstimme, oder gar einige, die ich von Herzen unsympathisch finde, kann ich beschließen, wegen dieser Leute wegzubleiben. Das wäre allerdings etwas überempfindlich. Ich werde nie viertausend Menschen finden, unter denen kein einziger ist, den ich nicht zum Nachbarn haben möchte.

Der jüngst vergangenen Marsch für das Leben musste zwar ohne mich auskommen. Aber das lag nicht an irgendwelchen Teilnehmern, sondern an meinem linken Wadenbein, was mit meinem Denken, meiner Urteilskraft und meiner Sympathie nichts zu tun hat.

Ich bin froh, daß der Marsch für das Leben stattfand, daß viele dabei waren – und ich bin zwiegespalten darüber, daß auch einige Menschen dabei waren, die ich politisch schiefgewickelt finde. Einerseits sage ich mir: Aufgrund dieser Menschen wird jetzt jedem, der den Marsch für das Leben unterstützt, Nähe zu Rechtsextremen nachgesagt. Anderseits sage ich mir: Wenn die nicht wären, würde den anderen trotzdem irgendetwas Ungutes nachgesagt – wie immer. Und schließlich: Wer auf dem Marsch für das Leben ist, kann wenigstens in dieser Zeit kaum anders, als mit den anderen dort gemeinsam für das Leben einzutreten. Wenn Frau Storch dort mitgeht, muss sie sich gleichzeitig mit Menschen „gemein machen“, die die AfD absolut nicht mögen – das sind die weitaus meisten dort.

Ich verteidige das uneingeschränkte Recht auf Leben eines jeden Menschen von der Zeugung bis zum Tod. Alles andere ist frauen-, männer-, kinder- und greisenfeindlich.

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Lass mich zu Dir finden

Melodie: Zünde an Dein Feuer (europäische Volksweise)

Lass mich zu Dir finden,
Wohnung nimm in mir.
Ich will mich binden,
ich gehöre Dir.
Du hast mir gegeben,
was ich brauch und bin,
Du bist mein Leben,
Du gibst mir den Sinn.
Dir will ich dienen, Jesus, guter Hirt,
Nährer und Lehrer, meiner Seele Wirt!
Dir will ich leben, weil Du Leben bist,
Heiland und Meister, mein Herr Jesus Christ.

Durch Dein Kreuz und Leiden
hast Du mich befreit,
nichts soll uns scheiden
in der Ewigkeit.
Hilf, mein Kreuz zu tragen,
stärke mich im Leid!
So kann ich wagen
diese harte Zeit.
Dich will ich lieben, Jesus, Bräutigam,
Herr aller Herren, liebstes Gotteslamm!
Auch wenn mein Sinnen niemals Dich erfasst – 
in meinem Herzen, Herr, ist Dein Palast.

Wenn die Schleier fallen
in der letzten Not,
Herr über allen,
reiß mich aus dem Tod.
Führe mich ins Leben,
in Dein goldnes Licht!
Du nur kannst geben
Gnade im Gericht.
Bald schon, Herr Jesus, darf ich bei Dir sein!
Mit Herz und Seele bin ich ewig Dein.
Hier sind nur Schatten, ist nur Spiegelbild,
dort wird die Sehnsucht, Herr, von Dir gestillt. 

© Claudia Sperlich

Anmerkung: die Melodie ist nicht, wie oft behauptet wird, identisch mit der der israelischen Nationalhymne (Text von Naphtali Herz Imber, Vertonung von Samuel Cohen). Cohen hat auf eine in vielen Ländern in Abwandlungen existierende Melodie zurückgegriffen. Wenn man die Noten von Ha Tikwah mit dem Lied „Zünde an Dein Feuer“ vergleicht, merkt man, daß sie nicht ganz gleich sind. Dennoch gebührt Samuel Cohen großer Dank dafür, daß er diese Melodie – in welcher Abwandlung auch immer – so bekannt gemacht hat.

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Disteln für die synodalen Esel

Damit meine ich selbstverständlich auch Eselinnen und Eselx.

Wer, statt den Herrn in der Krippe zu betrachten und Ihn erst durch die Wüste und dann nach Jerusalem zu tragen, einfach nur „Ja“ grölt, wenn es ums Bespringen geht, darf von mir keine Höflichkeit mehr erwarten.

Die katholische Lehre ist im Ganzen und auch in sexualibus viel menschenfreundlicher als eine Mentalität, die jede nicht allzeit sexbereite Person unter den Generalverdacht der Verklemmtheit stellt und Menschen, besonders Frauen, verspottet, sobald sie die katholische Lehre verfechten.

Bereits zur Dritten Vollversammlung des Synodalen Weges schrieb ich:

Synodalchoral
Melodie: Großer Gott, wir loben Dich

Macht das Synodale weg!
Werdet frömmer! Bleibt katholisch!
Nehmt die Finger aus dem Dreck!
Guckt nicht dauernd melancholisch!
Wenn die reine Lehre stört,
Habt ihr bloß nicht zugehört.

Lasst den Zölibat bestehn
Als den Schatz des Priesterlebens!
Und um Priesterinnen fleh'n
Ist, wie Heidentum, vergebens.
Der Gebote sechstes bleibt
Wahr, auch wenn ihr andres schreibt.

Wahrheit ist ja überhaupt
Nichts, worüber wir bestimmen.
Wo die Mehrheit andres glaubt,
Mag sie streiten und ergrimmen,
Siegen wird sie dennoch nicht
Über Jesu Wahrheitslicht.

Sechzig Jahre alter Schutt
Kann die Kirche nicht zerstören!
Gottes Braut geht nie kaputt,
Gott wird Seine Frommen hören!
Dies Geschwätz hat keinen Zweck – 
Macht das Synodale weg!

Heute singe ich das wieder. Und auch wenn mir bei der letzten Strophe die Stimme bricht – wahr bleibt sie. Gottes Braut geht nie kaputt – auch wenn sich zahlreiche Synodale Gestalten darum bemühen, sie zwar nicht kalt, aber lau zu machen, was bekanntlich schlimmer ist.

Ihr Synodalen, ich weiß nicht, was Ihr glaubt. Es interessiert mich auch nicht, ich kann mich nicht für alle Religionen interessieren. Aber ich mag keinen Etikettenschwindel. Hört auf, Euch katholisch zu nennen, solange Ihr katholische Grundsätze bekämpft.

Fresst Disteln, soviel Ihr wollt. Lasst mich in Ruhe. Ich bevorzuge Brot.

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Kirche in Not

Am 7. September hielt der Referent für Öffentlichkeitsarbeit Kirche in Not, Herr Stefan Stein, in Heilig Kreuz, Berlin-Wilmersdorf, Hildegardstraße 3a, einen Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung „Verfolgte Christen weltweit“. Die Ausstellung ist in Heilig Kreuz bis zum 22. September täglich von 9.00-18.00 Uhr zu sehen (Sonntags bitte Gottesdienstzeiten zwischen 10.00 und 12.00 Uhr beachten). Die Ausstellung wandert dann in zwei weitere Berliner Kirchen:

Am Samstag, 24. September, um 18:00 Uhr Eröffnung und Vortrag in der Kirche St. Joseph in Berlin-Wedding, Müllerstraße 161, im Rahmen des Vorabendgottesdienstes. Die Ausstellung steht dort bis zum 30. September und kann jeweils eine halbe Stunde vor und nach den Gottesdiensten besichtigt werden. Diese sind Montag bis Freitag um 8.00 und 18.00 Uhr, Sonntag um 8.00 Uhr / 10.00 Uhr / 12.00 Uhr / 18.00 Uhr.

Ab Sonntag, 2. Oktober, steht die Ausstellung in der Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz, Kieler Str. 11. Die Ausstellung steht dort bis zum 21. Oktober und kann zu den Öffnungszeiten der Kirche besichtigt werden: Montag-Samstag 9.00 bis 19.00 Uhr, Sonntag 9.00 bis 12.00 Uhr. Am Samstag, 22. Oktober, hält Stefan Stein von KIRCHE IN NOT um 19:15 Uhr einen Vortrag zum Abschluss der Ausstellung im Pfarrsaal der Gemeinde Maria Rosenkranzkönigin. 

Aus dem Vortrag und den folgenden Fragen und Antworten hier nur einige Notizen und eigene Gedanken; ich empfehle sehr, ihn vollständig zu hören. Man kann danach auch Fragen stellen.

Kirche in Not ist in 23 Ländern aktiv, derzeit mit rund fünftausend Projekten. Die fünf wichtigsten Empfängerländer sind Indien, Ukraine, Libanon, Syrien und Kongo. (In der Ukraine sind Christen zwar nicht verfolgt; hier hilft Kirche in Not den vom Krieg und daraus folgender existenzieller Not betroffenen Menschen.) Die Schautafeln der Ausstellung zeigen noch weitere Länder – keineswegs alle Länder mit Christenverfolgung, denn dann würde sie nur in eine Kirche mit den Ausmaßen des Petersdoms passen.

In über sechzig Ländern, in über zwei Dritteln der Weltbevölkerung, ist die Religionsfreiheit eingeschränkt. Besonders Afrika leidet stark unter islamistischem Terror, wobei zu den Opfern auch Muslime zählen, die die Einstellung der Extremisten nicht teilen. Burkina Faso, Mali, Somalia, Nigeria, Tanzania, Eritrea, Mosambik und Ägypten sind hier besonders zu nennen.

Kirche in Not unterstützt nach Möglichkeit vor Ort durch Hilfsmittel und auch beim Neu- und Wiederaufbau von Kirchen und bei der Einrichtung von Therapiezentren. Diese sind dringend notwendig für zahlreiche traumatisierte Terroropfer. Boko Haram, Fulani und Islamischer Staat Westafrika haben immer wieder das gleiche Muster: Männer werden ermordet, Frauen vergewaltigt und versklavt. In Mosambik werden zudem systematisch Ernten vernichtet. Hinzu kommen Naturkatastrophen, so daß bäuerliche Arbeit kaum noch möglich ist. Die Erdölvorräte werden ebenfalls von Terroristen geraubt.

Eritrea hat eine kommunistische Regierung, die besonders Katholiken gegenüber sehr feindselig ist. Katholische Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser wurden beschlagnahmt. Die Ordensschwestern haben dadurch kein Einkommen mehr.

In Ägypten werden besonders an hohen christlichen Feiertagen Kirchen überfallen. Entführungen und Brandanschläge sind häufig. Kirche in Not organisiert dort neben der immer wichtigen Soforthilfe auch Jugendfreizeiten, um jungen Menschen in einer friedlichen und frohen Atmosphäre das Aufatmen zu ermöglichen.

In Syrien hat der IS die Christen dezimiert. Zwar gibt es nun auch in Aleppo wieder etwa 30.000 Christen (vor dem Krieg waren es 180.000), aber der IS wächst auch wieder.

Die Ninive-Ebene im Nordirak wurde durch den IS schwer in Mitleidenschaft gezogen. Christen und Jesiden wurden auf Sklavenmärkten verkauft. Die Jesidin, der ich damals Obdach bot, hatte im letzten Moment vor dem Überfall auf den kleinen fast ausschließlich jesidischen Ort Shingal fliehen können. Von ihr weiß ich, daß es in Shingal auch wenige Christen gegeben hatte. Eine einzige armenisch-katholische Familie kehrte im Dezember 2021 dorthin zurück.

In Pakistan können Christen keine höhere Laufbahn einschlagen. Exemplarisch für die Christenverfolgung in Pakistan steht die Katholikin Asia Bibi, die heute in Kanada lebt.

In Indien wird es immer schwieriger, als Christ zu leben; die Konversion zum Christentum ist in einigen Bundesstaaten verboten. Es gibt Überfälle auf Christen durch Moslems.

China ist ein gigantischer Überwachungsstaat; die katholische Kirche wird drangsaliert und darf nur scheinbar in einer Form von „Staatskirche“ weiterleben.

In Nordkorea kann Kirche in Not nicht aktiv sein. Hier ist die Überwachung und Unterdrückung aller Religionen so stark, daß der bloße Besitz einer Bibel oder eines Kreuzes mit dem langsamen Tod im Arbeitslager geahndet werden kann (und oft wird). Geboten ist einzig die staatliche Ideologie mit ihren absurd-religiösen Zügen. Ich habe selbst nur wenige Berichte von christlichen Flüchtlingen aus Nordkorea gelesen und ein einziges Mal eine nordkoreanische Christin gehört; alle Berichte aus Nordkorea sind haarsträubend.

Sri Lanka wurde Ostern 2019 von einer Serie von Bombenanschlägen auf Kirchen und Hotels erschüttert. Die Kirchen wurden während der Gottesdienste getroffen. Es gab mindestens 253 Todesopfer und 485 Verletzte. Der IS bekannte sich zu den Anschlägen.

In den meisten Ländern, in denen Christen nicht von der Regierung verfolgt, aber von Terrorgruppen drangsaliert werden, laufen die Ermittlungen nach Verbrechen an Christen schleppend.

Kirche in Not ist auch eine Gebetsgemeinschaft. Die materielle und tatkräftige Hilfe vor Ort ist auf Gebet ebenso wie auf Geld angewiesen.

Kirche in Not finanziert sich durch Spenden. 
LIGA Bank Münchenahlreiche Verle
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Ich bitte meine Leser: Helft der Kirche in Not!

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Dichterbitte

Mein Herr, ich will Dir neue Lieder singen
Und bin doch alt. Doch Du bist ewig jung!
Gib Geist und Schreibhand Deinen neuen Schwung,
Lass neue Verse quellen, fließen, klingen!

Du hast den Schatz der Sprache mir gegeben,
Du bist das Wort und schenktest mir die Worte,
Dein großes Buch weist mir die Himmelspforte.
Lass mich zum Dank Dir meine Lieder weben.

Ich will Dir Preis und Liebeslieder schreiben!
Herr, Du allein kannst mich zum Guten treiben,
Mit Deinem Geist erfüllen den Verstand.

Mit Deinem Geist kannst Du mein Herz begeistern.
Durch Dich allein kann ich mein Leben meistern.
Du hast mich zu Gebet und Lied gesandt.

© Claudia Sperlich
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Spätsommer

Am Ende eines wundervollen Spätsommersonntags hier einige Bilder. Mir scheint, die Hagebutten und die Beeren des Feuerdorn sind heuer etwas kleiner als sonst – der trockene Sommer dürfte ein Grund dafür sein. Aber wunderschön ist es doch, was die Natur auch in einem schwierigen Jahr vorbringt!

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Unfallfolgen

Der Tag, an dem mein linkes Wadenbein  
Ganz plötzlich aus geringem Grund zerbrach,  
Wirkt noch zwei Monde später deutlich nach: 
Mein Gang wirkt fast wie voll von süßem Wein. 

Mein Pegasus,  der mich nur selten linkt,  
Fand nötig, mich acht Wochen lang zu meiden. 
Die Muse ließ sich beinah von mir scheiden.  
(Die eine untreu, und der andre hinkt!) 

Von Ärzten und von Physiotherapeuten  
Und jeder Menge andern guten Leuten
Und von dem Herrn,  der all das in sich schloss, 

Hab Hilfe,  Trost und Heilung ich empfangen,  
Und heute sah ich neu zu mir gelangen  
Das Musentrampel und das lahme Ross. 

© Claudia Sperlich
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