Wozu Ornat und Priesterkragen?

Eine treue Leserin regte diesen Artikel an.

Vielen – und nicht nur solchen, die die Kirche bestenfalls befremdlich finden, sondern auch gläubigen Katholiken – sind die schönen Priestergewänder und die schlichten, aber ins Auge fallenden „Kalkleisten“ ein Dorn im Auge. Wozu die Pracht, wozu die besondere Auszeichnung?

Die oft sehr prächtigen liturgischen Gewänder sollen nicht Jesus in Seinem Erdenleben zeigen (die Messe ist Vergegenwärtigung, nicht Reenactment). Die Schönheit der Messe spricht alle Sinne an mit Gewändern, Altargerät, Kerzen, Weihrauch und Musik, mit dem Geschmack von Brot und (wenigstens am Gründonnerstag) Wein für alle, die die Kommunion empfangen. Die Messe – und jeder christliche Gottesdienst- ist ein Fest, bei dem Gott der gefeierte Gastgeber ist. Das priesterliche Ornat weist auf den verherrlichten Christus hin.

Farbe und Form der Gewänder sind nicht beliebig. Die liturgischen Farben haben alle ihre Bedeutung. Advent und Fastenzeit sind violett, das ist die Farbe der Buße und Umkehr (deswegen ist auch die Stola, die der Priester als Beichtvater anlegt, violett). Wenn heute der Priester Rot trägt, weiß ich sofort: Wir feiern heute einen Märtyrer. (Es ist heute, am 30. November, der heilige Andreas. Ich vergesse das fast immer, aber glücklicherweise erinnert der Priester mich daran.)

Ob ein Ornat mehr oder weniger aufwendig bestickt ist oder nicht, ob es aus Seide oder einem weniger edlen Stoff besteht, ob es gar meinem Geschmack entspricht oder nicht, ist dabei nicht ausschlaggebend. Das ist zeit-, kultur- und auch geldabhängig. Die Gültigkeit des Gottesdienstes wird auch nicht davon berührt, er ist auch dann gültig, wenn der Priester Alltagskleidung oder eine Soldatenuniform trägt (für beides kann es gute Gründe geben). Aber es ist sinnvoll, die äußere Schönheit des Gottesdienstes zu wahren zum Zeichen der Verehrung dessen, um den es dabei geht. Der große, reiche, wunderbare Gott verdient Schönheit und Pracht. Er wird dadurch nicht größer – aber die Würde des Gottesdienstes wird dadurch unterstrichen. Auch sind kunstfertige liturgische Geräte und Gewänder als Zeichen verstehbar, das auf Gottes Größe weist.

Aber warum der Priesterkragen? Warum soll der Priester außerhalb des Gottesdienstes als solcher erkennbar sein?

Weil er eben immer Priester ist und damit bestimmte Aufgaben verbunden sind. Der eine in einer Menschenmenge, der einem Menschen in großer Seelennot die Beichte abnehmen kann oder zumindest nicht ganz unwissend ist, wenn man nach der nächsten katholischen Kirche fragt, sollte erkennbar sein. Zudem ist der Priesterkragen auch ein Bekenntnis. Sich als katholischer Priester erkennbar zu machen, zu zeigen, dass man sich zu dieser Kirche bekennt und Gott und den Menschen in dieser besonderen Weise dient, erfordert Mut und ist mit einer Selbstverpflichtung zur Disziplin und Nächstenliebe verbunden.

Es gibt allerdings Situationen und Länder, in denen ich vom Priesterkragen dringend abraten würde – wenn der Priester durch dies öffentliche Bekenntnis sich und andere in erhebliche Gefahr bringt. Hier muss der Priester selbst abwägen, und jeder andere sollte seine Entscheidung respektieren. Auch ist „Priesterkragen oder nicht“ ganz sicher nicht das wichtigste Problem der Kirche. Ich kenne gute und fromme Priester, die die „Kalkleiste“ selten tragen. Und ich verstehe jeden, der bei hochsommerlicher Hitze darauf verzichtet.

Persönlich finde ich es praktisch, wenn ich jemandem bereits am Kragen ansehe, dass er mir eventuell beim Verständnis eines lateinischen Textes helfen kann. Aber das ist nicht der Sinn des Priesterkragen, nur ein praktischer Nebeneffekt.

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Erster Sonntag im Advent

Allen Lesern wünsche ich eine gesegnete Adventszeit!

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Allerheiligen

Melodie: GL 499; alternativ: GL 395

Ihr seid in Gott geborgen,
gehüllt in Gottes Licht,
in ewgem Ostermorgen
schaut ihr des Herrn Gesicht.
In Liebe ohne Grenzen
lebt ihr in Ewigkeit,
und eure Seelen glänzen
von Gottes Heiligkeit.

Ihr weist auf Jesu Leben,
ihr seid der Kirche Licht.
Helft uns in Tun und Streben
zu Mut und klarer Sicht.
Helft uns in unsern Leiden,
in Irrtum, Krankheit, Not.
Seid bei uns, wenn wir scheiden,
und helft zu gutem Tod.

Ihr habt schon überschritten
die Schwelle in Sein Land;
ihr Heiligen, wir bitten,
nehmt ihr uns an der Hand.
Wenn dann in Gottes Klarheit
der ewge Tag anbricht,
sind wir in Seiner Wahrheit,
im goldnen Gotteslicht.

© Claudia Sperlich

Alle Heiligen, die Bekannten und die Unbekannten, werden heute gefeiert – also alle Menschen, die unabhängig von ihrem sozialen Stand, ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen den einen heiligen Gott über alles liebten und die uns dadurch Vorbilder sind.

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An die Postbank

So gelb wie Neid und immer unverdrossen,
Wenns darum geht, die Kunden zu verdrießen!
Filialen, die am Dienstag Mittag schließen!
Gar Selbstbedienungsschalter sind geschlossen!

Termin geplant? Verrammelt sind die Türen,
Ich steh davor, ihr sagtet nicht mal ab.
Ich suche Rat, ihr haltet mich auf Trab:
Wo Kompetenz wohnt, muss ich selbst erspüren.

Das Online-Banking funktioniert nicht mehr!
Ihr ändert das System ganz ohne Grund,
Doch klare Antwort findet ihr zu schwer.

Der Postbank ist egal, wenn ich jetzt weine.
Ich google mir schon Hirn und Finger wund!
Wer Hilfe sucht, der findet bei euch keine.

© Claudia Sperlich
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Zwei Lieder zum Erntedank

Melodie: Wenn ich, o Schöpfer, Deine Macht (GL 463)

Du teilst aus vollen Händen aus
in unsre leeren Hände.
Du sorgst für Land und Stadt und Haus,
dass alle Not sich wende.
Voll Duft und Farbe ist das Land,
gefüllt der Becher bis zum Rand
mit Deinem Wein der Liebe.

Du gibst uns Brot und gibst uns Sinn,
Du gibst ein jedes Leben.
Wir nehmen Deine Gaben hin,
lass sie uns weitergeben.
Mach unsre Herzen groß und gut,
lass teilen uns mit frohem Mut
die Früchte dieser Erde.

Du kommst als Mensch in unsre Zeit,
lehrst uns die Wahrheit sehen.
Durch Deinen Tod sind wir befreit
und durch Dein Auferstehen.
Du gibst Dich selbst auf dem Altar,
Du Rat und Hilfe wunderbar,
gibst Ewigkeit und Frieden.

© Claudia Sperlich

Das zweite Lied entstand, weil ich schusselig bin. Erstens hätte ich vergessen, daß ich schon ein Erntedanklied habe, zweitens dachte ich vor einer Woche, es sei schon eine Woche später und ich müsse jetzt flott einen passenden Choral dichten. Und so schrieb ich im Grunde das Gleiche noch einmal, nur auf eine andere Melodie. Vielleicht ist Schusselei ja manchmal eine Gnade.

Melodie: Das Jahr steht auf der Höhe (GL 465)

Du bist mit Deinem Segen 
bei uns das ganze Jahr,
gibst Sonne, Wind und Regen
und Ernte wunderbar.
Du segnest diese Erde
mit Korn und Früchten prall;
Dein frohes Wort "Es werde"
erfüllt das ganze All.

Du bist in allen Sorgen
bei uns zu jeder Zeit.
Du zeigst den Weg zum Morgen
und in die Ewigkeit,
begnadest uns mit Glauben
und lässt uns nie allein.
Du schenkst uns Korn und Trauben,
schenkst Dich wie Brot und Wein.

Nun wollen wir Dir danken
für Früchte, Wein und Brot.
Lass unsern Mut nicht wanken,
hilf uns aus aller Not!
Lass froh uns weitergeben,
was kam aus Deiner Hand,
lass uns in Frieden leben 
und segne jedes Land.

© Claudia Sperlich
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Äpfel

Auch dieses Jahr durfte ich im Garten der Katharinenschwestern Äpfel und Birnen ernten. Besonders Äpfel gibt es dort in solchen Massen, daß man gar nicht merkt, wenn ich zwei Fahrrad-Packtaschen voll mitnehme! Es sind verschiedene alte Sorten, die sehr gut schmecken.

Apfelmarmelade und Chutney habe ich schon vor einer Weile gemacht, heute habe ich den Rest zu einer Art süß-saurem Kompott gekocht (mit Zucker, Apfelessig und Ingwer). Nun habe ich einen Vorrat, der etwa für ein Jahr reicht, und kann hie und da noch etwas verschenken.

Diese Äpfel sind klein – in diesem dürren Jahr noch kleiner als sonst -, und man muss sie sorgfältig putzen (auch Würmer und Ameisen mögen sie). Das macht viel Arbeit – aber es lohnt! Ich benutze keine Konservierungsstoffe (wenn man von Zucker und Essig, die ja auch konservieren, absieht), fülle die Masse kochend heiß in Gläser, schraube sie sofort zu und stelle sie einige Minuten umgedreht hin. Das hält dann – meiner Erfahrung nach auch mehrere Jahre lang.

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Ab wann ist es Leben?

„Es ist doch noch gar kein Leben“ – ich weiß nicht, wie oft ich diese Behauptung im Zusammenhang mit Embryonen (die es angeblich nicht unbedingt zu schützen gilt) schon gehört habe.

Ich tue um des Arguments willen mal so, als setze ich voraus, daß das stimmt. Also: eine befruchtete Eizelle oder eine Morula ist noch gar kein Leben. Ich lasse dabei unbeachtet, daß dies „kein Leben“ sich stündlich weiterentwickelt. Aber irgendwann ist es ja doch auch in den Augen der Streiter für ein Recht auf Abtreibung Leben. Ich glaube nicht, daß irgendjemand behauptet, eine hochschwangere Frau bekommt von „keinem Leben“ Tritte.

Irgendwann also wird „kein Leben“ zu „Leben“. Ab Herzschlag? Ab Schmerzempfinden? Ab ersten Spuren von Bewußtsein? Ab Überlebensfähigkeit im Inkubator?

Und wie soll das überhaupt gehen, daß aus „kein Leben“ „Leben“ wird? (Zumal, wenn man nicht an einen Schöpfer glaubt!)

Wenn ich mit wissenschaftlicher Genauigkeit sage, eine befruchtete Eizelle ist ein Lebewesen im frühesten Entwicklungsstadium, sehe ich einen logischen und zugleich staunenswerten Ablauf der Entwicklung des Lebens. Ich kann wissen, daß bereits bei der brandneuen DNA der befruchteten Zelle Eigenschaften festgelegt sind: Aussehen, Funktionen, auch Schwächen und genetische Abweichungen, zu einem Teil auch Talente und Fähigkeiten.

Wenn ich dies alles weiß (zum Beispiel aus dem Biologieunterricht; ich muss dazu nicht Genetik studiert haben), dann aber immer noch sage, daß „das“ erst einmal kein Leben ist, kann ich mir selbst eigentlich nicht mehr glauben. Eigentlich!

Aber Befürworter eines Rechts auf Abtreibung sind erstaunlich häufig trotz fundiertem biologischen Wissen felsenfest davon überzeugt, daß es sich genau so verhält. Sie wissen, daß innerhalb von neun Monaten die Eizelle zum geburtsreifen Kind heranwächst, und sie wissen, daß es sich dabei um einen ununterbrochenen Vorgang handelt, an dessen Anfang Befruchtung und Entstehung der DNA stehen. Sie sagen trotzdem, daß es zunächst kein Leben ist, sagen aber niemals, ab wann es eben doch Leben ist.

C.S. Lewis schreibt in dem Buch der Narnia-Reihe „The Magician’s Nephew“ (Das Wunder von Narnia): “Now the trouble about trying to make yourself stupider than you really are is that you very often succeed.” (Nun, wenn man versucht, sich dümmer zu machen, als man eigentlich ist, dann hat das den Nachteil, dass es einem sehr oft auch gelingt.“)

Wer unbedingt möchte,  daß ein Mensch im frühesten Stadium noch kein Leben ist, sich aber zum Leben entwickelt,  das man ab irgendeinem,  nicht festgesetzten Zeitpunkt als Leben anerkennt und dann möglicherweise auch ein bisschen schützenswert

findet, der wird sich von mir keines Besseren belehren lassen.  Aber für alle anderen werde ich weiter über das unbedingte Lebensrecht des Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen   Tod schreiben.

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Rosen und Regenbogen

Einen Regenbogen konnte ich heute lange bewundern. Juden und Christen sehen ihn als Symbol für den Bund Gottes mit den Menschen – eigentlich den Kriegsbogen, den der Herr in den Wolken abgelegt hat, weil Er den Menschen nach der Sintflut nicht mehr zürnen wollte (Gen. 9,12-17).

Hesekiel erlebt eine furchterregende, schaurig-schöne Vision und die Sendung zum Propheten durch ein Wesen, das von regenbogenartigem Glanz umgeben ist (Hesekiel 1,28). In der Offenbarung des Johannes wölbt sich ein Regenbogen über den Thron Gottes (Off. 4,3) und ist zudem Zeichen der von Gott verliehenen Autorität eines Engels (Off.10,1).

Majestas Domini, Königswürde des Herrn, nennt man einen Bildtypus, bei dem der thronende Christus dargestellt ist – oft auf einem Regenbogen oder von einem Regenbogen umgeben.

Natürlich weiß ich, daß die Entstehung eines Regenbogens mit Luftfeuchtigkeit, Lichtbrechung und Spektralfarben zu tun hat und daß man ihn auch bestaunen kann, wenn man seine Entstehung physikalisch erklären kann. Aber religiöse Sprache und Poesie sind anders als Lehrbücher der Optik, und ich habe kein Problem damit, dabei an Gottes unfassbare Güte zu denken und zugleich daran, daß der Physikunterricht mich leider nie wirklich erreichte. Ich sehe zugleich ein Naturschauspiel, vor dem Menschen ihren Einkauf nach Feierabend unterbrechen und in den Himmel gucken, gleich was sie glauben, ein optisches Phänomen, das ich nicht so ganz verstehe, und eine Erinnerung an den ewigen Friedensbund Gottes und ein Hoffnungszeichen, das auf die Göttlichkeit Jesu Christi weist.

Rosen sind ja auch nicht nur einfach Pflanzen aus der Familie der Rosazeen, sondern Inbegriff der Schönheit, Symbol der Liebe und für Katholiken ein Mariensymbol.

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Ist der Einsatz für das absolute Lebensrecht frauenfeindlich?

Im Nachklapp zum Marsch für das Leben höre und lese ich es immer wieder. Alle frauenfeindlich! Alle rechtsextrem!

In Deutschland betrifft Abtreibung in 50% der Fälle weibliche Ungeborene, in zahlreichen anderen bevölkerungsreichen Ländern (z.B. Indien, China) weit über 50%. Mit anderen Worten: die meisten abgetriebenen Menschlein wären zu Frauen herangewachsen, wenn man sie gelassen hätte. Das ist frauenfeindlich.

Auch in Deutschland finden sehr viele, vielleicht die meisten Abtreibungen statt, weil Männer und Familien darauf drängen und nicht, weil die betroffene Frau es wirklich will. Das ist frauenfeindlich.

Demonstrationen sind in einer Demokratie mit sehr geringen Ausnahmen (Aufruf zur Gewalt; Anstachelung zu Straftaten) erlaubt, und zwar unabhängig davon, was man wählt, glaubt, mag oder erhofft. Wenn auf einer Demonstration unter viertausend Menschen einige sind, mit deren politischer Meinung ich nicht übereinstimme, oder gar einige, die ich von Herzen unsympathisch finde, kann ich beschließen, wegen dieser Leute wegzubleiben. Das wäre allerdings etwas überempfindlich. Ich werde nie viertausend Menschen finden, unter denen kein einziger ist, den ich nicht zum Nachbarn haben möchte.

Der jüngst vergangenen Marsch für das Leben musste zwar ohne mich auskommen. Aber das lag nicht an irgendwelchen Teilnehmern, sondern an meinem linken Wadenbein, was mit meinem Denken, meiner Urteilskraft und meiner Sympathie nichts zu tun hat.

Ich bin froh, daß der Marsch für das Leben stattfand, daß viele dabei waren – und ich bin zwiegespalten darüber, daß auch einige Menschen dabei waren, die ich politisch schiefgewickelt finde. Einerseits sage ich mir: Aufgrund dieser Menschen wird jetzt jedem, der den Marsch für das Leben unterstützt, Nähe zu Rechtsextremen nachgesagt. Anderseits sage ich mir: Wenn die nicht wären, würde den anderen trotzdem irgendetwas Ungutes nachgesagt – wie immer. Und schließlich: Wer auf dem Marsch für das Leben ist, kann wenigstens in dieser Zeit kaum anders, als mit den anderen dort gemeinsam für das Leben einzutreten. Wenn Frau Storch dort mitgeht, muss sie sich gleichzeitig mit Menschen „gemein machen“, die die AfD absolut nicht mögen – das sind die weitaus meisten dort.

Ich verteidige das uneingeschränkte Recht auf Leben eines jeden Menschen von der Zeugung bis zum Tod. Alles andere ist frauen-, männer-, kinder- und greisenfeindlich.

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Lass mich zu Dir finden

Melodie: Zünde an Dein Feuer (europäische Volksweise)

Lass mich zu Dir finden,
Wohnung nimm in mir.
Ich will mich binden,
ich gehöre Dir.
Du hast mir gegeben,
was ich brauch und bin,
Du bist mein Leben,
Du gibst mir den Sinn.
Dir will ich dienen, Jesus, guter Hirt,
Nährer und Lehrer, meiner Seele Wirt!
Dir will ich leben, weil Du Leben bist,
Heiland und Meister, mein Herr Jesus Christ.

Durch Dein Kreuz und Leiden
hast Du mich befreit,
nichts soll uns scheiden
in der Ewigkeit.
Hilf, mein Kreuz zu tragen,
stärke mich im Leid!
So kann ich wagen
diese harte Zeit.
Dich will ich lieben, Jesus, Bräutigam,
Herr aller Herren, liebstes Gotteslamm!
Auch wenn mein Sinnen niemals Dich erfasst – 
in meinem Herzen, Herr, ist Dein Palast.

Wenn die Schleier fallen
in der letzten Not,
Herr über allen,
reiß mich aus dem Tod.
Führe mich ins Leben,
in Dein goldnes Licht!
Du nur kannst geben
Gnade im Gericht.
Bald schon, Herr Jesus, darf ich bei Dir sein!
Mit Herz und Seele bin ich ewig Dein.
Hier sind nur Schatten, ist nur Spiegelbild,
dort wird die Sehnsucht, Herr, von Dir gestillt. 

© Claudia Sperlich

Anmerkung: die Melodie ist nicht, wie oft behauptet wird, identisch mit der der israelischen Nationalhymne (Text von Naphtali Herz Imber, Vertonung von Samuel Cohen). Cohen hat auf eine in vielen Ländern in Abwandlungen existierende Melodie zurückgegriffen. Wenn man die Noten von Ha Tikwah mit dem Lied „Zünde an Dein Feuer“ vergleicht, merkt man, daß sie nicht ganz gleich sind. Dennoch gebührt Samuel Cohen großer Dank dafür, daß er diese Melodie – in welcher Abwandlung auch immer – so bekannt gemacht hat.

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